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Prävention, Früherkennung, Hilfe

Prävention, Früherkennung, Hilfe

In diesem Kapitel finden Sie aufgelistet, welche Personen und Institutionen in welcher Weise dabei helfen können, Probleme mit Alkohol und anderen Drogen zu verhindern oder zu vermindern.

Prävention
Vorbeugen ist besser als heilen! Diese Volksweisheit gilt ganz besonders in Bezug auf die Drogenproblematik. Wie schon im Vorwort erwähnt, ist Drogenkonsum meistens die Antwort auf einen Mangel. Drogen sollen eine Lücke füllen, können es aber nur scheinbar. Hier kommt der Familie und der elterlichen Fürsorge eine zentrale Rolle zu: Je weniger sich ein Kind von seinen Eltern unter Druck gesetzt fühlt, etwa zu schulischen, sportlichen oder musikalischen Höchstleistungen, je mehr es sich im Gegenteil in dem gefördert und unterstützt fühlt, was seinen Interessen und Neigungen entspricht, desto weniger wird es nach Drogen streben, um ein «Ventil» zu finden. Wenn zudem in der Familie eine Streitkultur entwickelt wird, die einen offenen, fairen, mit Argumenten ausgetragenen Konflikt erlaubt, bei gleichzeitigem gegenseitigen Respekt, wird auch das Ihrem Kind helfen, ohne Drogen mit Stress umzugehen und Belastungen handhaben zu lernen. Überhaupt ist die Vorbildrolle der Eltern und der Erziehungsberechtigten und ihres Umfelds nicht zu unterschätzen: Eltern, die ihrerseits
am Feierabend Cannabis rauchen oder regel- oder übermässig Alkohol trinken, werden von ihren Kindern nicht länger als Ratgeber und Vorbilder ernst genommen!

In jedem Fall ist ein stabiles Vertrauensverhältnis zwischen Kindern und Eltern für die Prävention von Drogenproblemen von grösstem Wert. Denn das erlaubt, offene Gespräche miteinander zu führen und auch in schwierigen Situationen im Gespräch zu bleiben. Schliesslich ist eine sachliche, altersgerechte und nicht Schuld zuweisende Gesprächsführung eine wichtige Aufgabe der Eltern.
Früherkennung
Je früher ein Drogenproblem als solches erkannt wird, desto grösser ist die Chance, es bekämpfen zu können. Eltern, Freunde und Bekannte, aber auch Lehrpersonen und schliesslich medizinische Fachkräfte haben viele Möglichkeiten zu handeln und sollten das auch tun. Wenn Eltern bei ihrem Kind Probleme beobachten, dann sollten sie offen ansprechen, was ihnen Sorgen macht, und versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Spezielle Broschüren und Websites für Eltern und Erziehungsberechtigte geben Tipps, wie man reagieren sollte, wenn Probleme auftauchen. Wenn sich innerhalb der Familie kein Ausweg finden lässt, sollte man auch nicht zögern, eine Sucht-, Erziehungs- oder Jugendberatungsstelle aufzusuchen. Siehe alle Adressen zum Thema Drogen.


Es ist wichtig, dass die Eltern ihr Kind nicht zusätzlichem Druck aussetzen, sondern einvernehmliche Lösungen finden, auch wenn es darum geht, notwendige Grenzen zu setzen.

Beratung und Therapie
Wer Probleme mit Alkohol oder anderen Drogen hat und nicht mehr in der Lage ist, sein Verhalten aus eigener Kraft zu ändern, braucht individuell angepasste Unterstützung. Ambulante und stationäre Beratungs- und Therapieangebote helfen bei der Verbesserung der individuellen Situation und unterstützen beim Ausstieg oder zumindest beim Reduzieren des Konsums. Ihr Hausarzt und die verschiedenen Beratungsstellen helfen dabei, den richtigen Weg zu finden.
Schadensminderung
Zur Schadensminderung gehören alle Angebote und Massnahmen zur Verringerung der negativen Folgen des Drogenkonsums für die Konsumierenden und für die Gesellschaft. Dazu gehören zum Beispiel die Abgabe von Spritzen, die Heroinabgabe an Schwerstabhängige oder auch Informationen zur Hepatitis- und HIV-Prävention. 
Repression
Unter Repression versteht man die Durchsetzung des Verbots illegaler Drogen mit polizeilichen und strafrechtlichen Mitteln und dem Ziel, den Handel, den Schmuggel und damit auch den Konsum illegaler Drogen zu verhindern. Eine Reduktion des Angebots und der Verfügbarkeit trägt zur Verringerung des Drogenkonsums bei. Auch in Bezug auf die Alkoholproblematik können Abgabebeschränkungen für Jugendliche einen wichtigen Beitrag leisten. Repression und die Durchsetzung der Jugendschutzbestimmungen sind wichtige Aufgabenbereiche der Polizei.
Created: 22.11.2010 | Changed: 23.09.2015

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