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4.1.6.Schenkkreise

Jeder hat auch einen Hai in sich!
Teure Abende in gemütlicher Gesellschaft...“

Herzenskreise, Geschenkkreise, Frauengeschenkkreise oder wie immer diese sich auch nennen mögen sind nicht auszurotten. Da nützt es auch nichts, wenn der Gesetzgeber das Organisieren und Werben für selbige unter Strafe stellt.
Das Einzahlen in einen solchen Geschenkkreis ist übrigens nicht strafbar, schliesslich gibt es auch kein Gesetz, dass man sein Geld nicht zum Fenster hinauswerfen darf!

Der Ablauf der Methode und Erkennungsmerkmale

  • Mit dem Leisten der Einlage von CHF 100 bis 15‘000 wird man in einen solchen Schenk-Kreis aufgenommen.
  • Wöchentlich finden Treffen statt, mittlerweile weicht man dazu auch ins benachbarte Ausland aus, in denen alle Mitglieder animiert werden weitere Mitspieler anzuwerben. Da wird von einfachem Motivationstraining: „Du kannst neue Mitglieder finden“, über schlechtes Gewissen: „Nur wegen dir konnten wir noch nicht auszahlen“ bis zu Druck: „Jetzt reisst euch mal zusammen, es geht ja hier um die Gemeinschaft“, alles Mögliche eingesetzt, um die Teilnehmer aktiv zu halten und neue Spieler zu gewinnen.
  • Rein theoretisch muss jeder Teilnehmer 8 neue Teilnehmer finden, welche die gleiche Summe einzahlen, um dann eine Person zu beschenken. Der Schenk-Kreis ist in vier Hierarchiestufen aufgeteilt. Wenn alle acht Teilnehmer im äussersten Kreis den Teilnehmer in der Mitte (den Initianten) beschenkt haben, verlässt dieser den Kreis mit seinem "Geschenk", das bis zu 120‘000 Franken betragen kann. Der Kreis teilt sich in zwei neue Kreise. Die Schenkenden rücken nun eine Stufe innerhalb des Kreises nach und es bildet sich je ein neuer Kreiskern. Die je acht freigewordenen Stellen im äussersten Kreis müssen wiederum besetzt werden und die Suche nach neuen gutgläubigen Spenderinnen beginnt von vorn.
  • Es reicht also nicht, wenn man 8 neue Teilnehmer herbeibringt, sondern auch alle anderen 7 Teilnehmer müssen je 8 neue Teilnehmer bringen, welche die Zahlung leisten, ansonsten bekommt man sein Geld nicht wieder zurück, bzw. wird nicht „beschenkt“.
 

Die Opfer solcher Schenkkreise werden in vielerlei Hinsicht bestraft

  • Finanzielle Verluste, bis hin zum Ruin.
  • Wegen Verstoss gegen das Lotteriegesetz.
  • Verlust von Freunden oder Verwandten, die man versucht hat anzuwerben und mit denen man sich in Folge zerstritten hat.


Folgende Persönlichkeitsmerkmale erhöhen die Anfälligkeit für diese Betrugsart

Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrössern!


Die Eule rät

 

  1. Beteiligen Sie sich nicht an solchen Schenkkreisen, Sie könnten finanzielle Verluste erleiden!
  2. Beteiligen Sie sich nicht an solchen Schenkkreisen, Sie könnten sich strafbar machen!
  3. Beteiligen Sie sich nicht an solchen Schenkkreisen, Sie könnten Ihren Freundeskreis verärgern oder verlieren!

Was tun, wenn Sie schon geschädigt wurden

Bei begründetem Betrugsverdacht Anzeige bei der Polizei empfohlen!

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