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Übersicht über die verschiedenen Substanzen

Übersicht über die verschiedenen Substanzen

Der Konsum von Drogen beeinflusst Gefühle, Wahrnehmung, Denken und Verhalten. Man kann eine grobe Einteilung vornehmen in Drogen mit beruhigender, mit anregender und mit halluzinogener Wirkung. Die Wirkung von Drogen kann aber je nach Dosierung, nach Stadium des Rausches und nach Person, die sie einnimmt, stark variieren. Auch die jeweilige Situation hat einen Einfluss darauf, wie eine Droge wirkt. Die Auflistung im Anschluss bietet eine Zusammenfassung. Mehr Informationen zu den einzelnen Substanzen finden Sie z.B. im Informationsmaterial der Organisation Sucht Schweiz. Auf dem Drogenmarkt tauchen immer wieder neue Substanzen auf. Von diesen ist oft wenig bis nichts bekannt; insbesondere sind die Risiken für die körperliche und psychische Gesundheit meistens gar nicht oder ungenügend erforscht. Daher sind solche «Experimentalsubstanzen» völlig unberechenbar. Übrigens: Auch über die Drogen dieser Tabelle, die seit langem bekannt sind, weiss man nicht alles!


Die Auswirkungen von Mischkonsum – auch solcher mit Alkohol – sind unberechenbar. Manche Mischungen verstärken die Wirkungen der einzelnen Substanzen, andere führen zu veränderten Wirkungen.

Alkohol
Alkohol(legal, Abgabeverbote an Jugendliche unter 16 resp. 18 Jahren)

Typische «gesuchte» Wirkungen

Entspannung, Fröhlichkeit, Wohlbefinden, Kontaktfreude,
Steigerung des Selbstwertgefühls.   

Beispiele für unmittelbare Risiken
Störungen der Aufmerksamkeit und der Reaktionsfähigkeit erhöhen das Unfallrisiko und schränken die Lernfähigkeit ein. Selbstüberschätzung, gesteigerte Risikobereitschaft, Kontrollverlust, Aggressivität.
Eine tödliche Überdosis ist möglich.   

Beispiele für längerfristige Risiken
Hoher Konsum kann die meisten Organe schädigen und psychische Probleme zur Folge haben.

Abhängigkeit
Psychische und körperliche Abhängigkeit sind möglich.

Cannabis
Cannabis(illegal)

Typische «gesuchte» Wirkungen

Verändertes Wachbewusstsein, höhere Empfindlichkeit gegenüber Sinneseindrücken (z.B. Musik) Entspannung, Gemeinschaftserleben, gesteigertes Selbstbewusstsein. 

Beispiele für unmittelbare Risiken
Störungen der Aufmerksamkeit und der Reaktionsfähigkeit erhöhen das Unfallrisiko und schränken die Lernfähigkeit ein. Bei hohen Dosierungen auch Verwirrtheit, Panik Kreislaufprobleme.

Beispiele für längerfristige Risiken
Erkrankungen der Atemwege durch das Inhalieren des Rauches beim Kiffen. Beeinträchtigungen von Aufmerksamkeit und Gedächtnis.

Abhängigkeit
Eine psychische Abhängigkeit ist möglich. Bei sehr regelmässigem und hochdosiertem Konsum sind auch körperliche Entzugssymptome möglich.
Ecstasy
Ecstasy(illegal)

Typische
«gesuchte» Wirkungen
Gesteigertes Gefühl emotionaler Verbundenheit mit anderen Menschen, Entspannung, Glücksgefühle.

Beispiele für unmittelbare Risiken
Selbstüberschätzung, gesteigerte Risikobereitschaft. Lebensgefährliche Situationen können v.a. durch Überhitzung des Körpers entstehen. Halluzinationen, Angst, Verwirrtheit. Inhaltsstoffe und Qualität von Ecstasypillen variieren stark, was ein grundsätzliches Gesundheitsrisiko für die Konsumenten mit sich bringt.

Beispiele für längerfristige Risiken

Verschiedene bestehende körperliche Beschwerden können verstärkt werden. Zusammenhänge mit psychischen Problemen. Ecstasy kann wahrscheinlich Nervenzellen schädigen. Leichte Einschränkungen von Gedächtnis und Merkfähigkeit sind möglich.

Abhängigkeit
Ecstasy kann psychisch abhängig machen.
Körperliche Entzugssymptome sind bei Ecstasy nicht bekannt.
Amphetamine
Amphetamine(illegal)

Typische
«gesuchte» Wirkungen
Erzeugung von Wohlbefinden und Euphorie, Steigerung des Selbstvertrauens, Gefühle grosser Leistungsfähigkeit.

Beispiele für unmittelbare Risiken
Selbstüberschätzung, gesteigerte Risikobereitschaft, Herz- und Kreislaufprobleme, Aggressivität. Lebensbedrohliche Überhitzung möglich.
 

Beispiele für längerfristige Risiken

Verschiedene bestehende körperliche Beschwerden können verstärkt werden. Zusammenhänge mit psychischen Problemen. Ecstasy kann wahrscheinlich Nervenzellen schädigen. Leichte Einschränkungen von Gedächtnis und Merkfähigkeit sind möglich.

Abhängigkeit
Ecstasy kann psychisch abhängig machen.
Körperliche Entzugssymptome sind bei Ecstasy nicht bekannt.
Kokain
Kokain(illegal)

Typische
«gesuchte» Wirkungen
Antriebssteigerung, euphorische Gefühle, gesteigerte Kontaktfreudigkeit, Gefühle grosser Leistungsfähigkeit bis hin zu Allmachtsphantasien.


Beispiele für unmittelbare Risiken
Selbstüberschätzung, gesteigerte Risikobereitschaft, Konzentrationsstörungen, Herz- und Kreislaufprobleme,
Aggressivität. Akut lebensgefährliche körperliche Probleme möglich (Einflüsse auf Herz, Kreislauf, Gehirn).
 

Beispiele für längerfristige Risiken

Psychische Probleme wie z.B. Angststörungen, Persönlichkeitsveränderungen, Depression, Kokainpsychose.
Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungen, Schäden an verschiedenen Organen (z.B. Herz, Leber, Nieren, Lunge).


Abhängigkeit
Kann sehr schnell und stark psychisch abhängig machen. Kokain gilt als eine der am schnellsten und schwersten abhängig machenden Drogen.
Körperliche Entzugssymptome sind beim Schnupfen von Kokain nicht bekannt.

Heroin
Heroin(illegal)

Typische «gesuchte» Wirkungen
Euphorie (Flash),  Wohlbefinden, Selbstzufriedenheit, Entspannung, Beruhigung.


Beispiele für unmittelbare Risiken
Erhöhtes Unfallrisiko wegen Sediertheit, nachts auch wegen verengten Pupillen, u.U. Verwirrung, Desorientiertheit. Tödliche Überdosierung möglich.
 


Beispiele für längerfristige Risiken

Organschäden durch Verunreinigungen des Heroins. Soziale und psychische Folgeprobleme einer Abhängigkeit.


Abhängigkeit
Gilt als eine der am schnellsten und schwersten abhängig machenden Drogen. Sowohl eine psychische wie eine körperliche Abhängigkeit sind möglich. 
Halluzinogene: LSD, «Zauberpilze»
Halluzinogene , z.B.: LSD (illegal), «Zauberpilze» (illegal)(illegal)

Typische
«gesuchte» Wirkungen
Wirkungen können sehr unterschiedlich sein. Typisch sind unterschiedliche Formen von Halluzinationen (z.B. auditive oder visuelle), Veränderungen des Raum-Zeit-Empfindens und des Gefühlslebens, möglich sind auch Trance-Erlebnisse, religiöses oder mystisches Erleben.


Beispiele für unmittelbare Risiken
Störungen der Wahrnehmung und erweiterte Pupillen (Blendung) erhöhen das Unfallrisiko. Körperliche Wirkungen wie Atembeschwerden, Herzrasen, Schweissausbrüche. Blutdruckänderungen sind vor allem für vorbelastete Personen ein Risiko. Latente psychische Probleme können auch schon bei einmaligem Konsum ausgelöst werden. Bei einigen Halluzinogenen sind tödliche Vergiftungen möglich.

 
Beispiele für längerfristige Risiken

Je nach Substanz sind körperliche Schädigungen und psychische Störungen möglich. Bei vielen Substanzen sind die längerfristigen Risiken nicht erforscht.


Abhängigkeit
Halluzinogene können psychisch abhängig machen, das Potenzial dafür ist allerdings kleiner als bei den meisten anderen Substanzen. Körperliche Entzugssymptome sind bei Halluzinogenen nicht bekannt.
Psychische und körperliche Abhängigkeit: Was bedeutet das?
Eine körperliche Abhängigkeit äussert sich beim Stoppen oder Senken des Konsums in Entzugssymptomen, so zum Beispiel in Veränderungen des Blutdrucks, in Gliederschmerzen oder Durchfall. Eine psychische Abhängigkeit äussert sich insbesondere im kaum kontrollierbaren Wunsch, zu konsumieren. Ein Entzug bei körperlicher Abhängigkeit kann schwerwiegende, schmerzhafte Entzugssymptome mit sich bringen. Diese sind aber meistens nach einigen Tagen vorbei. Die Überwindung der psychischen Abhängigkeit ist die grössere Herausforderung. Sie lässt oft auch noch nach Jahren wieder den Drang nach der Substanz entstehen und birgt damit langfristig die Gefahr eines Rückfalls.   

Auf dem Drogenmarkt tauchen immer wieder neue Substanzen auf. Von diesen ist oft wenig bis nichts bekannt; insbesondere sind die Risiken für die körperliche und psychische Gesundheit meistens gar nicht oder ungenügend erforscht. Daher sind solche «Experimentalsubstanzen» völlig unberechenbar. Übrigens: Auch über die Drogen dieser Tabelle, die seit langem bekannt sind, weiss man nicht alles!

Die Auswirkungen von Mischkonsum – auch solcher mit Alkohol – sind unberechenbar. Manche Mischungen verstärken die Wirkungen der einzelnen Substanzen, andere führen zu veränderten Wirkungen. 

Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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