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Körperverletzung, Vandalismus, Sexuelle Gewalt

Körperverletzung, Vandalismus, Sexuelle Gewalt

Die Polizei stellt immer wieder fest, dass bestimmte Straftaten wie Körperverletzungen, mutwillige Sachbeschädigungen und sexuelle Übergriffe oft unter dem Einfluss enthemmender und die Gewaltbereitschaft erhöhender Substanzen wie zum Beispiel Alkohol oder Kokain geschehen.

Bei einer Kombination von Alkohol mit GHB (Gamma-Hydroxy-Butyrat), genannt «Liquid Ecstasy» oder «K.O.-Tropfen» verstärkt sich schon bei kleinen Mengen die atemlähmende Wirkung, die zu völliger Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen kann. Bei Verdacht auf die Verabreichung solcher Substanzen, die das Ziel haben, eine Person handlungsunfähig zu machen, ist es wichtig, dass die Opfer sich möglichst rasch in ärztliche Kontrolle begeben und sich bei der Polizei melden, auch deshalb, weil die Substanz nicht sehr lange im Körper nachweisbar ist. Je schneller die Polizei die Ermittlungen aufnehmen kann, desto grösser ist die Chance, den Täter zu fassen und zu bestrafen.

Was geschieht, wenn...? Körperverletzung
Kevin, 17, ist über einen Freund zu Kokain gekommen. Das Pulver ist erschwinglich und gibt ihm ein gutes Gefühl. In seiner Clique gilt er als harter Kerl. Bereits mit 14 hat er sich oft an den Wochenenden betrunken, mittlerweile hat er auch so einiges an illegalen Drogen ausprobiert. Meist hängt er mit seiner Clique vor einem Club herum. Als sich seine neue Freundin für Kevins Geschmack ein wenig zu lange mit einem Neuen der Clique unterhält, kommt es zu einem aggressiven Wortgefecht. Kevin schreit den andern an, er solle gefälligst seine Freundin in Ruhe lassen. Der Streit eskaliert, es kommt zu einer Schlägerei. Kevin prügelt auf seinen Gegner ein, auch als der schon zusammengekrümmt am Boden liegt. Das Opfer muss schwer verletzt ins Spital gefahren werden. Kevin wird auf den Posten mitgenommen. Er muss mit einer Strafe und Massnahmen der Untersuchungsbehörde rechnen. Und er wird wohl für die hohen Behandlungskosten zur Kasse gebeten werden, was ihn noch viele Jahre beschäftigen wird. Dazu kommen noch die Schuldgefühle; sie werden ihn unter Umständen sein Leben lang begleiten.
Was geschieht, wenn...? Vandalismus
Jan, 14, hat sich von einem älteren Freund Bier besorgt und hängt mit seinen Freunden betrunken am Bahnhof herum. Er kommt auf die Idee, mit den leeren Flaschen gezielt die Lampen des Wartesaals zu zerstören. Das versuchen die Freunde der Reihe nach, bis etliche Lampen und sämtliche Flaschen zersplittert am Boden liegen. Was die Jugendlichen übersehen haben, ist eine neue Überwachungskamera: Noch auf frischer Tat werden sie vom Wachpersonal festgehalten und der Polizei übergeben. Die Beteiligten müssen mit Anzeigen an die zuständigen Untersuchungsbehörden rechnen. Nebst den zu erwartenden Sanktionen durch die zuständigen Gerichte werden sie für die entstandenen Kosten aufkommen müssen.
Was geschieht, wenn...? Vergewaltigung
Francesca, 16, geht mit einigen Freundinnen auf eine Party. Normalerweise trinkt sie nur wenig Alkohol und nimmt sonst keine Drogen. An der Bar trifft sie auf einen sympathisch wirkenden jungen Mann, der ihr einen Drink anbietet. Sie willigt ein und unterhält sich angeregt mit ihm. Nach einiger Zeit geht sie auf die Toilette und lässt ihren Drink an der Bar stehen. Als sie zurückkommt, bittet sie der Mann, den Drink auszutrinken und gemeinsam mit ihm nach draussen zu gehen, um sich dort ohne die laute Musik besser unterhalten zu können. Francesca trinkt aus und geht mit nach draussen. Am nächsten Morgen um fünf Uhr erwacht sie allein auf einer Parkbank. Sie hat keine Erinnerung an die letzten Stunden. Sie merkt, dass sie sehr wahrscheinlich vergewaltigt wurde, und ruft die Polizei. Um den Sachverhalt klären zu können, wird Francesca durch die Polizei in ein Spital begleitet, wo die rechtsmedizinischen Untersuchungen stattfinden. Ihr werden vorsorglich diverse Medikamente verschrieben, um allfällige gesundheitliche Folgen möglichst zu verhindern. Zudem wird Francesca durch Spezialistinnen und Spezialisten der Untersuchungsbehörden befragt, und das Gespräch wird auf Video aufgezeichnet (Gemäss Opferhilfegesetz ist bei Opfern unter 18 Jahren solcher Straftaten eine Videobefragung zwingend.). Sie kann verlangen, durch eine Polizistin videobefragt zu werden. Die Untersuchungsbehörden werden versuchen, die Täterschaft zu ermitteln. Francesca kann Beratungen und Begleitungen durch eine Opferhilfestelle in Anspruch nehmen, die ihr gemäss Opferhilfegesetz zustehen. Auch wenn der Täter ermittelt und zur Rechenschaft gezogen wird: Sie wird sich immer an dieses traumatische Erlebnis erinnern.
Was kann ich tun?
Leider sind brutale Schlägereien, Vandalismus und Sexualdelikte unter Einfluss von Drogen keine Seltenheit. Damit die Polizei Straftaten verhindern bzw. schnell verfolgen kann, muss sie informiert werden. Sagen Sie Ihren Kindern, dass sie nicht zögern sollen, die Polizei zu rufen, wenn sie Zeuge oder sogar Opfer einer solchen Straftat werden.
Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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