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Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz

Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz

Im Betäubungsmittelgesetz ist festgelegt: Alle Substanzen, die auf der Liste der verbotenen Betäubungsmittel stehen, sind in der Schweiz illegal. Wer diese Substanzen (oder auch betäubungsmittelhaltige Medikamente ohne Rezept) besitzt, produziert, handelt oder konsumiert, macht sich strafbar. Die Polizei hat die Aufgabe, solche Straftaten aufzudecken und anzuzeigen, um die Gesellschaft so gut wie möglich vor den negativen Folgen des Drogenkonsums zu schützen. Doch das ist keine leichte Aufgabe: Die verschiedenen Drogenszenen verändern sich ständig, es kommen immer neue Substanzen auf den Schwarzmarkt, der Handel wird immer wieder neu organisiert, und die Herkunftsorte und Schmuggelwege wechseln.

Die meisten Anzeigen erfolgen wegen Konsums und Besitzes von kleineren Mengen Cannabis, wobei von den jährlich rund 35 000 Angezeigten immerhin etwa zehn Prozent Jugendliche sind. Zuwiderhandlungen wegen Konsums werden allerdings weniger stark belangt als wegen des Handels mit Betäubungsmitteln, und Zuwiderhandlungen in Zusammenhang mit Cannabis werden als weniger schwerwiegend eingestuft als etwa mit Kokain oder Heroin. Wenn Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren eine Straftat begehen, kommt das Jugendstrafrecht zur Anwendung. Dabei stehen Schutz und Erziehung der Jugendlichen im Vordergrund. Der persönliche und familiäre Hintergrund wird berücksichtigt, und es können Beratungs-, Betreuungs- und Therapiemassnahmen verfügt werden.

Was geschieht, wenn…? Besitz und Konsum von Cannabis
Simon, 17, raucht beim Bahnhof Bern einen Joint. Zwei Beamte in Zivil erwischen ihn. Er wird vor Ort oder auf dem Polizeiposten einer näheren Überprüfung unterzogen. Simon wird eine Anzeige wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz in Aussicht gestellt, welche zuhanden der zuständigen Untersuchungsbehörde weitergeleitet wird. Ist Simon das erste Mal polizeilich erfasst worden, hat er nur geringe Mengen Cannabis konsumiert und werden keine weiteren Drogen bei ihm gefunden, so kann Simon mit einer Busse oder gar nur einer Verwarnung davonkommen. Möglicherweise muss er einen Informationskurs zu Cannabis besuchen, der ihm die Gefahren dieser Droge aufzeigt und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum thematisiert. Handelt es sich aber um einen wiederholten Fall oder werden grössere Mengen Cannabis oder gar härtere Drogen bei ihm gefunden, kann die Strafe empfindlich höher ausfallen. Sicher ist, dass Simons Eltern informiert werden, da er noch nicht volljährig ist.
Was kann ich tun?
Für den Fall, dass Ihr Sohn/Ihre Tochter Cannabis konsumiert, wird ein Hinweis auf die Strafbarkeit vermutlich nicht sehr abschreckend wirken, da das Strafmass hier in aller Regel recht niedrig bemessen ist und das Strafmass generell wenig abschreckend auf Straftaten wirkt.
Doch Sie können im Gespräch versuchen, auf die gesundheitlichen Gefahren hinzuweisen, und an die Vernunft appellieren. Zudem kann der Konsum von Cannabis im Strassenverkehr für den Konsumenten/ die Konsumentin und die Umgebung weitaus schlimmere Folgen haben, als man im Allgemeinen denkt. Falls Sie den Eindruck haben, Ihr Kind konsumiere Cannabis, um Probleme zu verdrängen, suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Kind und versuchen Sie, gemeinsam echte Lösungen zu finden.
Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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