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Der Massnahmenplan Jugend und Gewalt 2008

Der Massnahmenplan dient der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD), den kantonalen und städtischen Polizeikorps und der Schweizerischen Kriminalprävention SKP als Grundlage für ihre Arbeit im Bereich «Jugend und Gewalt». Die SKP hat versucht, die relevanten Aspekte, Daten und Quellen in diesem Dokument zusammenzustellen. Die SKP erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit des Dokuments.

Der Massnahmenplan ist in drei Teile gegliedert:

Teil I stellt die Grundlagen zusammen.

Teil II stellt die Auswertung der SKP-Befragung bei den kantonalen Polizeikorps und den kantonalen Erziehungs- und Sozialdirektionen vor. Die Befragung wurde im April 2007 durchgeführt und im Juni 2007 ausgewertet. Die Auswertung gibt den Wissensstand von Juni 2007 wieder. Die nach diesem Zeitpunkt von den kantonalen Polizeikorps und den kantonalen Erziehungs- und Sozialdirektionen initiierten, geplanten und umgesetzten Präventionsmassnahmen sind in diesem Dokument nicht berücksichtigt. Die SKP plant für das Jahr 2008 die Erarbeitung einer Internet-Plattform mit sämtlichen von den kantonalen und städtischen Polizeikorps umgesetzten und/oder geplanten Präventionsmassnahmen im Bereich Jugend und Gewalt. Dabei wird mithilfe der Polizeikorps eine möglichst vollständige Übersicht sämtlicher Präventionsmassnahmen zusammengestellt und zugänglich gemacht.

Teil III stellt die Konsequenzen aus der Befragung dar sowie die Massnahmen, die es mit Unterstützung der Expertenkommission ab Januar 2008 zu erarbeiten gilt.   

Massnahmen der SKP in den Jahren 2008-2009

Die Resultate der SKP-Befragung bei den kantonalen Polizeikorps und den kantonalen Erziehungs- und Sozialdirektionen sind bei der Formulierung und Planung des weiteren Vorgehens von grösster Wichtigkeit. Lässt man die Aussagen der drei von der SKP im April 2007 befragten Instanzen Revue passieren, ergeben sich für die SKP die folgenden drei Konsequenzen:

Konsequenz 1
Auf die Planung und Umsetzung einer massenmedialen Kampagne für die Öffentlichkeit (Plakate, Radio- und TV-Spots, Broschüren für die Bevölkerung usw.) wird aufgrund der knappen finanziellen und personellen Ressourcen sowie aufgrund der zahlreichen bereits durchgeführten und geplanten Massnahmen der drei Instanzen verzichtet.

Konsequenz 2
Die SKP konzentriert sich stattdessen in den kommenden beiden Jahren auf die Aspekte Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden der kantonalen und städtischen Polizeikorps (und anderer relevanter Akteure in diesem Bereich). Das heisst, die Polizistinnen und Polizisten sollen auf den aktuellen Wissensstand gebracht werden.

Konsequenz 3
Die geplanten Massnahmen sind als Image-Kampagne für die Aufgaben und die Aktivitäten der Polizei zu verstehen. Die Bevölkerung wird durch das Wissen um die vielfältigen Massnahmen, welche die Polizei im Bereich Jugend und Gewalt durchführt, in ihrem Sicherheitsgefühl gestärkt (Effektivitäts- und Effizienzsteigerung für die Aufgaben und die Aktivitäten der Polizei).   1. Die SKP erarbeitet und realisiert eine Nationale Tagung der Polizeikorps zum Thema «Jugend und Gewalt», an der die Präventionsprojekte der Polizei aus allen Landesteilen vorgestellt und diskutiert werden sollen. Fachleute aus verschiedenen Disziplinen und Landesteilen werden eingeladen, Referate zu den folgenden Aspekten zu halten: Kindheit, Adoleszenz, Gewalt, Konfliktverhalten, Erziehung und Bildung, Rolle der Eltern, Sexualität, Sozialisation, Alkohol- und Drogenkonsum, Medienkonsum (Einfluss der neuen Technologien auf Kinder und Jugendliche) um hier nur ein paar Beispiele zu nennen. Zielgruppe der Veranstaltung sind vor allem die Mitarbeitenden der kantonalen und städtischen Polizeikorps.

2. Die SKP erarbeitet mit dem Schweizerischen Polizeiinstitut (SPI) und Fachleuten aus den Disziplinen Kindheit, Jugend, Gewalt, Konfliktverhalten, Erziehung und Bildung, Eltern, Sexualität, Alkohol- und Drogen- und Medikamentenkonsum, Medienkonsum eine Aus- und Weiterbildungseinheit, die den Präventionsverantwortlichen der kantonalen und städtischen Polizeikorps zur Verfügung gestellt werden kann. Die Erfahrungen der polizeilichen Jugendsacharbeiterinnen und -sachbearbeiter sind angemessen zu berücksichtigen.

3. Die SKP erarbeitet eine Internet-Informations-Drehscheibe mit Auflistung und Kurzbeschrieb aller Präventionsprojekte der kantonalen und städtischen Polizeikorps (plus Kontaktinformationen).

4. Die SKP verstärkt ihre Öffentlichkeits- und Medienarbeit (in Absprache mit den Kantonen) unter anderem mit der Wiederauflage und dem dreimal jährlich erscheinenden «SKP-Newsletters» in Deutsch, Französisch und Italienisch. Er ist ein idealer Verstärker der SKP-Präventionsbotschaften, nicht nur im Bereich Jugend und Gewalt, sondern auch in den anderen Bereichen, in denen die SKP bis anhin tätig war. Der Newsletter ist zudem Sprachrohr der Leitungs- und Projektkommission. Über die Aktivitäten der SKP muss informiert werden.

5. Präsentation der SKP-Umfrage vom April 2007 bei der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und direktoren (EDK) sowie bei der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und direktoren (SODK). Der SKP-Geschäftsleiter stellt die dazu notwendigen Unterlagen zur Verfügung.

6. Präsentation der SKP-Massnahmen vor nationalen Parlamentarierinnen und Parlamentariern. Der SKP-Geschäftsleiter stellt die dazu notwendigen Unterlagen zur Verfügung.

7. Einladung der Schweizer Medien (Weiterbildung der Journalistinnen und Journalisten) zu einer halbtägigen Informationsveranstaltung zum Thema Jugend und Gewalt in Bern. Nebst der Information über die Aktivitäten der Polizei sollte dabei auch über Rolle und Aufgaben der Medien diskutiert werden.

8. Vernetzung der Aktivitäten der SKP mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), Bereich Alkohol und Drogen, dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), der Eidgenössischen Ausländerkommission (EKA), der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) sowie anderen national tätigen Organisationen und Institutionen

9. Präsentation der Massnahmen 2008 bei relevanten nationalen Berufs- und Standesorganisationen aus den Bereichen Erziehung, Soziales, Bildung, Sicherheit usw. Der SKP-Geschäftsleiter stellt die dazu notwendigen Unterlagen zur Verfügung.

Ein weiteres Ziel der SKP für das Jahr 2008 im Bereich «Jugend und Gewalt» ist der Versuch, ein gemeinsames und differenziertes Verständnis von Gewaltprävention bei Jugendlichen unter den Mitarbeitenden der kantonalen und städtischen Polizeikorps zu etablieren.

Die von der SKP identifizierten 10 Probleme im Bereich Jugend und Gewalt werden von der Projekt- und Leitungskommission diskutiert, und es wird eine politische wie auch strukturelle Lösung angestrebt.   Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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FAQ

FAQ zum Thema «Jugendgewalt».

Wie gross ist der Anteil der Intensivtäter am Gesamtteil der Jugendkriminalität?
Hat die Gewaltbereitschaft zugenommen?
Hat die Gewalt unter Jugendlichen in den vergangenen 10 Jahren zugenommen?
Was ist unter Hell- und Dunkelfeld (der Kriminalität) zu verstehen?
Kann man in den nächsten Jahren mit einer Vereinheitlichung der Erfassungssysteme rechnen?
Warum nutzen Justiz und Polizei unterschiedliche Systeme der Erfassung?
Auf Grund von welchem Präventionsverständnis wird dieser Massnahmenplan realisiert?
Welche Themen werden im Massnahmenplan berücksichtigt? Die Gründe für Jugendgewalt sind ja sehr vielschichtig.
Sind Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter als Jugendliche mit einem Schweizer Hintergrund?
Wo liegt das Hauptgewicht bei den Präventionsmassnahmen der Polizeikorps?
Was versteht die SKP unter Jugendgewalt?
Wer ist für die Prävention der Jugendkriminalität eigentlich zuständig? Der Bund? Die Kantone? Die Gemeinden?
Wo liegt das Schwergewicht bei der Prävention von Jugendgewalt? Bei der Repression? Bei der Prävention?
Welche Rolle hat die Polizei bis anhin in Bezug auf Jugendgewalt wahrgenommen?
Welche Rolle hat die Polizei bei der Prävention von Jugendgewalt zu erfüllen?
Die Grundlagen für die polizeiliche Präventionsarbeit sind gesamtschweizerisch nicht einheitlich. Was unternimmt die SKP dagegen? Was kann sie überhaupt tun?
Auf Grund welcher Entscheidungen wird mit der Realisierung des Massnahmenplans begonnen?
Wer garantiert die fachliche Qualität der Arbeit?
Mit welchen nationalen Organisationen/Institution arbeitet die SKP zusammen?
Warum nimmt sich die SKP in diesem Jahr dem Thema Jugend und Gewalt an? Das Phänomen ist doch nicht neu.
Wird der Massnahmenplan in Absprache mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps realisiert?

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