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Kampagne: Stopp! Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt

Auch in den eigenen vier Wänden...
Familienleben ist nicht immer eine Idylle. Das nahe Zusammenleben mit anderen Menschen birgt Konfliktstoff. In letzter Zeit nehmen die Meldungen zu, die von «Häuslicher Gewalt» berichten. Gibt es plötzlich mehr Gewalt zwischen Menschen, die sich nahe stehen?

Nein. Gewalt in Partnerschaft und Familie gab es schon immer. Frauenhäuser und Beratungsstellen weisen schon lange darauf hin, doch nun nimmt auch die breite Öffentlichkeit sie immer stärker wahr. Das gesellschaftliche Denken hat sich verändert. Gewalt, die innerhalb der eigenen vier Wände geschieht, wird nicht mehr als persönliches Problem zwischen zwei Menschen angesehen. Sie gilt als öffentliche Angelegenheit und wird nicht länger toleriert. Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht, das auch zu Hause gilt. Der Staat und die Polizei wollen für diesen Schutz sorgen.

... Gewalt ist ein Delikt.
Wer schlägt, wendet Gewalt an. Wer Gewalt anwendet, macht sich strafbar. Deshalb greift die Polizei ein, wenn sie gerufen wird. Im Auftrag des Staates schützt sie die Opfer und zieht die Täter zur Verantwortung. Die folgenden Zeilen zeigen auf, wie die Polizei bei einem Vorfall häuslicher Gewalt handelt und was die Betroffenen und beteiligten Personen tun können.

«Häusliche Gewalt» äussert sich als:
  • psychische Gewalt
  • körperliche Gewalt
  • sexuelle Gewalt
  • wirtschaftliche Gewalt
Hier einige Beispiele für gewalttätige Verhaltensweisen, die direkt gegen das Schweizerische Strafgesetzbuch verstossen:
  • schlagen
  • einsperren
  • beschimpfen, bedrohen, mit Waffen drohen
  • Waffen einsetzen
  • sexuell belästigen, vergewaltigen
Unter «Häusliche Gewalt» fallen aber bereits böswillige Handlungen wie:
  • vernachlässigen
  • Geld vorenthalten
  • schikanieren
  • unverhältnismässiges Kontrollieren
  • einen Menschen isolieren, etwa ihm Kontakte verbieten
Tatsachen und Zahlen
Von «Häuslicher Gewalt» betroffen sind zum grössten Teil Frauen und Kinder. Es gibt auch Gewalt gegen Männer.

Gemäss einer Untersuchung erfährt jede fünfte Frau in der Schweiz mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt durch ihren Partner. Gewalt gegen Frauen ist meistens Ausdruck von ungleichen Machtverhältnissen in einer Partnerschaft.
Schätzungen gehen davon aus, dass in der Schweiz pro Jahr rund 10000 Frauen die Polizei zum Schutz vor «Häuslicher Gewalt» rufen. Die Folgen von «Häuslicher Gewalt» kosten die Schweizer Volkswirtschaft jährlich weit über 400 Millionen Franken.

Delikte fallen unter den Begriff «Häusliche Gewalt», wenn sie zwischen Personen geschehen, die sich nahe stehen, d.h. Personen betreffen, die innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung leben.

Meistens beginnt «Häusliche Gewalt» im Kleinen. Mit der Zeit häufen sich die gewalttätigen Vorfälle. Verschiedene Formen treten zusammen auf und schleichend entwickelt die gewalttätige Person ein strafwürdiges Verhalten.
Die Polizei greift sofort ein
Die Polizei interveniert, klärt Opfer über ihre rechtlichen Möglichkeiten auf und ermittelt gegen tatverdächtige Personen.

Sie erstellt Strafanzeige an die zuständigen Strafuntersuchungsbehörden oder rapportiert an staatlich organisierte Amtsstellen.
Das ist bei «Häuslicher Gewalt» nicht anders als in anderen Bereichen, in denen Gewalt ausgeübt wird.
Wenn Gewalt im Spiel ist, sind die eigenen vier Wände kein Tabu für die Polizei. Gegenüber «Häuslicher Gewalt» gilt nur Eines: Null Toleranz!

Die Polizei nimmt deshalb jeden Anruf, jede Meldung ernst. Sie schützt die Opfer und zieht die Täter zur Verantwortung.
Informationen, Hilfe und Beratung
In vielen Kantonen der Schweiz gibt es besondere Beratungs- und Hilfsangebote für Fälle von «Häuslicher Gewalt».

Ein helfendes, unverbindliches Gespräch können Sie beim Sorgentelefon führen!
Telefon 143 – Die dargebotene Hand.

Die meisten Beratungen sind kostenlos. Sämtliche Aussagen und Angaben werden vertraulich behandelt.
Weitere Schritte werden nur mit dem Einverständnis der betroffenen Personen unternommen.



Die Broschüre kann in folgenden Sprachen heruntergeladen werden:
deutsch: «Zuhause im Unglück»
français: «Péril en la demeure«
italiano: «Quando l’infelicità è di casa»



Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 17.11.2015

Newsblog

FAQ

FAQ zum Thema «Jugendgewalt».

Wie gross ist der Anteil der Intensivtäter am Gesamtteil der Jugendkriminalität?
Hat die Gewaltbereitschaft zugenommen?
Hat die Gewalt unter Jugendlichen in den vergangenen 10 Jahren zugenommen?
Was ist unter Hell- und Dunkelfeld (der Kriminalität) zu verstehen?
Kann man in den nächsten Jahren mit einer Vereinheitlichung der Erfassungssysteme rechnen?
Warum nutzen Justiz und Polizei unterschiedliche Systeme der Erfassung?
Auf Grund von welchem Präventionsverständnis wird dieser Massnahmenplan realisiert?
Welche Themen werden im Massnahmenplan berücksichtigt? Die Gründe für Jugendgewalt sind ja sehr vielschichtig.
Sind Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter als Jugendliche mit einem Schweizer Hintergrund?
Wo liegt das Hauptgewicht bei den Präventionsmassnahmen der Polizeikorps?
Was versteht die SKP unter Jugendgewalt?
Wer ist für die Prävention der Jugendkriminalität eigentlich zuständig? Der Bund? Die Kantone? Die Gemeinden?
Wo liegt das Schwergewicht bei der Prävention von Jugendgewalt? Bei der Repression? Bei der Prävention?
Welche Rolle hat die Polizei bis anhin in Bezug auf Jugendgewalt wahrgenommen?
Welche Rolle hat die Polizei bei der Prävention von Jugendgewalt zu erfüllen?
Die Grundlagen für die polizeiliche Präventionsarbeit sind gesamtschweizerisch nicht einheitlich. Was unternimmt die SKP dagegen? Was kann sie überhaupt tun?
Auf Grund welcher Entscheidungen wird mit der Realisierung des Massnahmenplans begonnen?
Wer garantiert die fachliche Qualität der Arbeit?
Mit welchen nationalen Organisationen/Institution arbeitet die SKP zusammen?
Warum nimmt sich die SKP in diesem Jahr dem Thema Jugend und Gewalt an? Das Phänomen ist doch nicht neu.
Wird der Massnahmenplan in Absprache mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps realisiert?

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