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Betrug beim Online Einkauf

Betrug beim Online Einkauf; Beachten Sie die 6 Regeln zum Online Handel, gegen „Schwarze Haie“.
„Wenn Ihr Einkauf nur den Betrügern etwas einbringt... “

Grundsätzlich empfehlen wir, auch das Kapitel über Auktionsbetrug zu lesen! Weitere spezielle Informationen zum Betrug beim Online Einkauf finden Sie hier.

Unter Betrug beim Online Einkauf verstehen wir in erster Linie folgendes:

  • Sie haben Ware bezahlt, aber diese nie erhalten
  • Sie haben minderwertige oder schadhafte Ware erhalten und bekommen keinen Ersatz
 

Ausmass

Der Umsatz im Internethandel hat sich 2006 mit insgesamt 4,24 Milliarden Schweizer Franken auf nahezu den doppelten Betrag im Vergleich zu 2003 eingependelt. (Quelle: Studie „Der Schweizer Online-Handel, Internetnutzung Schweiz 2007“ der Universität St. Gallen) 


Erkennungsmerkmale für die Betrugsart

Folgende Punkte sollten Sie achtsam werden lassen, auch wenn es noch keine direkten Betrugshinweise sind:
  • „Zu schön, um wahr zu sein!“ Bestellmöglichkeiten via Spam E-Mails
    Egal, wie günstig die Angebote in diesen E-Mails auch sein mögen, sie bergen immer Risiken.
    o Abgesehen davon ist es äusserst unwahrscheinlich, dass Sie die Ware je erhalten und wenn, dann können Sie nicht sicher sein, ob sie funktioniert.
    o Vermutlich ist es ein Imitat, Hehlerware oder eine Fälschung. Bei Arzneien oder Lebensmitteln kann das sogar lebensgefährlich sein.
    o Sie sollten schon aus Prinzip nicht diese Machenschaften unterstützen. Denn Spammer sind für 90 % des E-Mailverkehrs weltweit verantwortlich und richten einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden an, den wir alle zahlen müssen.
    o Ausserdem legen es diese Betrüger oft nur darauf an, in den Besitz Ihrer Kreditkartendaten zu kommen.
  • Bereits bei der Anmeldung, also ohne Bestellung, wird nach der Kreditkarte gefragt
    Manche Shops werden nur angelegt, um Ihnen diese Daten zu entlocken. Oft haben diese Shops supergünstige Lockangebote, um Ihr Interesse zu erwecken.
  • „Das machen alle so...“ Verkäufer schlägt unbekannten Treuhandservice oder Western Union, bzw. einen Geldtransferservice vor oder will nur per Nachnahme liefern
    o Am besten nutzen Sie nur Ihren Treuhandservice, das gibt eine grössere Sicherheit!
    o Machen Sie NIE Zahlungen via Geldtransferservice, egal wie herzzerreissend die Geschichte auch sein mag, die man Ihnen auftischt!
    o Bei Nachnahme laufen Sie Gefahr, dass der Inhalt des Paketes nicht Ihrer Bestellung entspricht und dann ist das Geld auch weg.



Folgende Persönlichkeitsmerkmale erhöhen die Anfälligkeit für diese Betrugsart

Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrössern!


Die Eule rät


Lt. www.kaufenmitverstand.de
Regel 1: Wählen Sie sichere Passwörter und geben Sie diese niemals an Dritte weiter.
Ideal ist eine Länge von mindestens acht Zeichen, am besten eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Wählen Sie keine Namen, Begriffe aus Wörterbüchern oder solche, die einen engen Bezug zu Ihrer Person haben und somit leicht zu erraten sind. Wählen Sie für unterschiedliche Internet-Anwendungen verschiedene Passwörter.

Regel 2: Achten Sie auf technische Sicherheit bei der Datenübertragung.
Anbieter sollten eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Erkennbar ist dies in der Regel an dem Kürzel https:// in der Adresszeile des Browsers und weiteren visuellen Hinweisen wie zum Beispiel einem kleinen Schloss-Symbol in der unteren Browserleiste.

Regel 3: Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters.
Informieren Sie sich so gut es geht über den Verkäufer. Achten Sie bei gewerblichen Anbietern auf die so genannte Anbietertransparenz und vergewissern Sie sich, dass beispielsweise Identität und Anschrift des Anbieters, Garantie- und Gewährleistungsbedingungen sowie Rückgabe- bzw. Widerrufsrecht leicht auffindbar und verständlich sind. Hilfreich bei der Einschätzung des Anbieters können auch Bewertungsprofile, wie sie bei Online-Auktionen üblich sind, oder Gütesiegel sein. [Achten Sie zum Beispiel auf das Siegel „Geprüfter Onlineshop“ oder andere von der Initiative D21 der Bundesregierung empfohlene Gütesiegel.]

Regel 4: Prüfen Sie Artikelbeschreibung sowie Versand- und Lieferbedingungen.
Lesen Sie vor dem Kauf die Beschreibung des Artikels genau und vollständig durch und prüfen Sie die Bilder der Ware sorgfältig. Achten Sie auch auf die Lieferbedingungen und Versandkosten. Sind nicht alle relevanten Details ausreichend erläutert oder bestehen hinsichtlich der Beschreibung Unklarheiten, sollten diese vor dem Kauf mit dem Verkäufer geklärt werden. Kaufen Sie von einem Anbieter ausserhalb der EU, sollten Sie sich ausserdem über die Höhe möglicher Zusatzkosten wie Steuern oder Zoll informieren.

Regel 5: Wählen Sie sichere Zahlungsmethoden.
Dazu gehören beispielsweise die Zahlung per Rechnung und der Bankeinzug. Auch mit der Nutzung eines Treuhandservice oder eines Online-Zahlungsservice wie zum Beispiel PayPal, wird ein hohes Mass an Sicherheit erreicht. Ein Bargeld-Transferservice wie Western Union ist hingegen keine geeignete Zahlungsmethode, wenn Sie den Verkäufer nicht persönlich kennen. Tätigen Sie niemals einen Online-Kauf, bei dem der Verkäufer auf einen Bargeld-Transferservice als Zahlungsmethode besteht.

Regel 6: Achten Sie auf Ihr Widerrufsrecht bei gewerblichen Anbietern.
Nach den Vorschriften für Fernabsatzverträge kann ein Kaufvertrag, der zwischen einem gewerblichen Händler mit einem Verbraucher geschlossen wird, innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen widerrufen und der gekaufte Artikel wieder an den Händler zurückgesandt werden. Die Zwei-Wochen-Frist beginnt, nachdem dem Verbraucher die Belehrung über sein Widerrufsrecht zugegangen ist und er die Ware zu Hause erhalten hat. Wurde der Verbraucher nicht ordnungsgemäss über sein Widerrufsrecht belehrt, verlängert sich die Frist.

Regel 7: Schützen Sie sich vor gefälschten E-Mails (Phishing).
Misstrauen ist angebracht, wenn Sie per E-Mail aufgefordert werden, vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen über einen Link oder ein Formular einzugeben. Auch wenn solche E-Mails aussehen, als seien sie von vertrauenswürdigen Unternehmen versandt worden – sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht. Seriöse Unternehmen fragen solche Daten niemals per E-Mail, über einen Link oder ein Formular ab. Sie können sich zusätzlich vor solchem Datenklau – auch Phishing genannt – schützen, indem Sie die Adresse des gewünschten Anbieters immer manuell in die Adresszeile Ihres Browsers eingeben.


 

Was tun, wenn Sie schon geschädigt wurden?

Bei begründetem Betrugsverdacht wird eine Anzeige bei der Polizei empfohlen! Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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