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Opferhilfe

Opferhilfe
Opfer von Kinderpornos sind Missbrauchsopfer! Kinder auf pornografischen Fotos stammen oft aus armen Ländern Osteuropas oder der Dritten Welt. Diese Kinder werden mit Gewalt oder für Geld zu Sex und Pornos gezwungen.

Sie sind Opfer gewerbemässiger Produzenten oder oft auch von Sextourismus. Kinderpornos werden auch in der Schweiz produziert. Hier steht aber selten die Produktion von Bildern im Vordergrund. Dem Täter geht es in erster Linie um den sexuellen Missbrauch eines Kindes oder Jugendlichen. Dabei macht er zusätzlich noch Bilder. Seit neuem entstehen auch Kinderpornos in den Cam-to-Cam-Chats. Dort animieren Täter die Kinder bzw. Jugendlichen zu sexuellen Handlungen vor der Webcam. Die Täter speichern diese Bilder auf ihren Computern und haben damit einen Kinderporno produziert.

Opfer von Kinderpornobildern sind grundsätzlich Opfer eines sexuellen Missbrauchs. Die Täter sind meist Menschen aus dem nahen Umfeld eines Opfers: Der Vater oder Stiefvater, der neue Partner der Mutter, ein Verwandter, ein Freund der Familie, der Nachbar - alle diese Straftäter nutzen das Vertrauen des kindlichen Opfers oder ihre Stellung als Erziehungspersonen aus. Sie spielen berechnend mit der Unbeholfenheit oder Unerfahrenheit der Kinder. Meist begehen Männer solche Straftaten; doch auch Frauen beuten Kinder sexuell aus.

Ein Täter erschleicht das Vertrauen eines Kindes oft langsam und vorsichtig. Er sucht immer mehr körperlichen Kontakt und begeht dabei kleine Grenzüberschreitungen, die schlussendlich zu sexuellen Berührungen führen. Er testet die Reaktion des Kindes. Wenn er spürt, dass ein Kind ihn nicht zurückweisen kann, versucht er die Zustimmung des Kindes zu erhalten. So gibt er ihm das Gefühl, es habe ja mitgemacht. Dadurch versucht er, dem Kind eine Mitschuld einzureden. Er bindet es in die gemeinsamen Geheimnisse ein und belohnt sein Schweigen. Der Täter zeigt dem Kind aber auch auf, welche Folgen es hat, wenn alles ans Licht kommt. Er macht ihm so Angst.
Folgen des sexuellen Missbrauchs
Da der Täter eine vertraute Person ist, löst der Übergriff grösste Verunsicherung aus. Das Kind liebt diesen Menschen oder ist von ihm abhängig. Es ahnt, was es auslöst, wenn es den Täter verrät. Zudem hat es sich bei der Tat ja scheinbar duldend verhalten oder sich nicht genügend gewehrt. Deshalb glaubt es sogar, es sei selber schuld. Dieses Durcheinander der Gefühle überfordert ein Kind. Es fühlt sich ausgeliefert und isoliert. Es schämt sich, darüber zu reden. Es zeigt womöglich ein auffälliges Verhalten: zwar bricht es das Schweigen nicht bewusst, doch sein Körper und seine Seele rebellieren mit klaren Signalen. Es zeigen sich Störungen im Verhalten des Kindes. Oft bringen Missbrauchsopfer das Geschehene verschlüsselt zur Sprache. Sie werden aber nicht gehört, Erwachsene verstehen sie nicht. Vielleicht, weil sie es nicht wahrhaben wollen.

Beim sexuellen Übergriff hat ein Kind erfahren, dass es Menschen, die ihm nahe und lieb sind, grundsätzlich nicht vertrauen kann. Manche Opfer können solche Erlebnisse im Lauf ihrer Entwicklung verarbeiten. Viele Opfer sexueller Übergriffe in der Kindheit und Jugend leiden aber ihr Leben lang unter schweren Folgen. Ihr Vertrauen in nahe stehende Menschen ist grundsätzlich erschüttert. Sie können sich nicht mehr auf eine tiefe Beziehung einlassen. Auch ihre sexuelle Entwicklung macht oft Umwege. Viele werden später vor allem beim Sex an ihre schreckliche Erfahrung aus der Kindheit erinnert. Ein Therapieziel ist es deshalb, dass Opfer diese Rückblende überwinden und zwischen Vergangenheit und Gegenwart unterscheiden lernen.
Zusätzliche Belastung für die Opfer von Kinderpornos
Opfer, deren Missbrauch auf Kinderpornos festgehalten wurde, erleben ein zusätzliches Trauma. Sie müssen sich nicht nur mit dem einschneidenden sexuellen Übergriff in ihrer Kindheit auseinandersetzen, sondern auch mit der Tatsache, dass es davon unauslöschbare Bilder gibt. Lebenslang belastet sie das Gefühl, die Bilder könnten in ihrer Nähe auftauchen. Sie können deshalb mit der Vergangenheit nicht abschliessen. Das erschwert den Prozess der Heilung.
Wie reagieren, wenn ein Kind einen Missbrauch berichtet?
Wenn ein Kind einem Erwachsenen von einem sexuellen Missbrauch erzählt, ist es wichtig, ruhig zu bleiben. Eine panische oder dramatische Reaktion kann beim kindlichen Opfer das Trauma vergrössern. Das Kind spürt, wenn es bei der Person, der es sich anvertraut hat, Wut, Hilflosigkeit und Verzweiflung auslöst. Nun wird das Opfer nur noch mehr verwirrt - denn das hat es nicht gewollt. Es hat Hilfe gesucht.

Deshalb ist wichtig, auch wenn es schwer fällt: Sie helfen dem kindlichen Opfer einer Sexualstraftat am meisten, wenn sie ihm mit Ruhe und Liebe begegnen. Danach leiten sie die nötigen Schritte ein: Nehmen sie Kontakt mit der Polizei bzw. deren Spezialstellen auf. Wenden sie sich an eine Opferhilfestelle oder eine Beratungsstelle und suchen sie einen qualifizierten Therapeuten. Bei den Anlaufstellen, die es in jedem Kanton gibt, können sie sich, gemäss dem Opferhilfegesetz, auch anonym melden.
Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 16.02.2011

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