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Cybermobbing

Gefahr Cybermobbing
Wie wird über das Internet gemobbt?
Falsche Informationen über eine Person im Internet verbreiten, peinliche Fotos verschicken, Fotos verändern und ins Netz stellen, eine Person ständig über E-Mail, im Chat oder in Communities belästigen, drohen oder gar erpressen und und und... Auch im Internet sind nicht immer alle nett zueinander. Man nennt diese Form, andere mit Hilfe von Internet und Handys systematisch fertigzumachen auch Cybermobbing. Kinder und Jugendliche nutzen die neuen Medien immer häufiger auch für solche fiesen Machenschaften.
Kinder und Jugendliche waren früher auch nicht netter zueinander als heute, aber mit den neuen technischen Hilfsmitteln können sie mit einfachen Klicks grossen Schaden anrichten. Texte, Bilder und Filme können sehr schnell über Internet verbreitet werden und es ist kaum möglich, sie wieder daraus zu entfernen. Auch weiss niemand, wohin die Informationen weiter verschickt werden und wer was damit anstellt. Viele meinen auch, sie können ohne erkannt zu werden, Gemeinheiten über andere verbreiten. Das Internet fördert diese feigen Attacken. Viele wissen aber gar nicht, dass man fast alles im Internet zurückverfolgen kann. Beleidigen, beschimpfen, drohen, erpressen und falsche Informationen verbreiten ist verboten und bei einer Anzeige werden die Täter auch meist gefunden.

Cartoon-Clip: «Hol dir Hilfe bei Cybermobbing»

Spot gegen Cybermobbing von klicksafe.de

  
  


1. Vorbeugen
Wir können dir im Folgenden einige Tipps und Ratschläge geben, die dir helfen, gar nicht erst Opfer von solchen fiesen Attacken zu werden. Wenn du doch gemobbt wirst, zeigen wir dir, was du machen solltest.

-    Schütze deine Privatsphäre von Anfang an.
Überlege dir genau, welche Informationen und welche Bilder du von dir im Internet preis gibst. Je mehr Infos du ins Netz stellst, desto grösser ist auch die Angriffsfläche. Prüfe die Einstellungen der Angebote, die du nutzt: Wer hat Einsicht in deine Profile? Bei den meisten Angeboten musst du selbst die Privatsphäre einrichten und dafür sorgen, dass nicht alle Informationen von dir öffentlich im Internet verfügbar sind.
Gib deine E-Mail und deinen Namen in Google ein und schaue, wo und welche Infos von dir im Netz auftauchen. Denke auch immer dran, dass die Bilder und Infos auch kopiert, verfremdet und weiter verbreitet werden können und du keine Kontrolle mehr darüber ausüben kannst. 
Hier findest du Videos, welche dir helfen, die Sicherheit via Einstellungen zu verbessern.

-    Gib niemandem dein Passwort preis.
Wenn jemand dein Passwort hat, kann er oder sie in deinem Namen und unter deinem Internetauftritt auch Unsinn anstellen, auch andere mobben. Darum gilt es, sein Passwort wie den eigenen Hausschlüssel zu betrachten und es niemandem zu geben, auch deiner besten Freundin / deinem besten Freund nicht.
Freundschaften können zerbrechen und mit deinem Passwort können andere in deinem Namen im Netz Informationen verbreiten.
Es empfiehlt sich auch, das Passwort regelmässig zu wechseln, auch so sinkt das Risiko, dass sich jemand deine Identität im Internet aneignen kann.

-    Reagiere nicht auf Attacken.
Wenn dich jemand in der Community, im Chat oder über das Handy belästigt, antworte nicht darauf. Wenn du auf Angriffe von Unbekannten reagierst, bietet dies dem Angreifer nur weitere Angriffsflächen. Wenn du solche feigen Attacken einfach ignorierst, verliert der Täter schnell das Interesse. Wähle deshalb auch nur Anbieter, die dir ermöglichen, unerwünschte Kontakte zu ignorieren und zu blockieren.
2. Was kann ich tun, wenn ich gemobbt werde?
Wenn du über längere Zeit von mehreren Personen attackierst wirst, falsche Informationen über dich verbreitet werden, gefälschte Profile von dir erstellt oder peinliche Bilder verbreitet werden, solltest du reagieren. Je schneller, desto besser. Sammle alle Informationen der Angriffe und mache Kopien. Dies kann später allenfalls zu Beweiszwecken verwendet werden. Wende dich an eine erwachsene Vertrauensperson, die dir helfen kann. Zusammen könnt ihr dann entscheiden, ob eine Anzeige bei der Polizei gemacht werden soll oder nicht. Wenn die Attacken schlimm sind, kann die Polizei nach einer Anzeige bei den Mobilfunkbetreibern und bei den Internet-Providern die Identität des oder der Täter feststellen lassen.
3. Und wenn ich mich selber an Cybermobbing beteiligt habe?
Wenn du selbst andere über das Internet geplagt, attackierst und belästigt hast oder sogar peinliche oder verfremdete Bilder hergestellt und verbreitet hast, ist es höchste Zeit, damit aufzuhören. Wie wir oben ausgeführt haben, kannst du mit solchen Machenschaften anderen grossen Schaden zufügen und du machst dich unter Umständen auch strafbar. Solche fiesen Attacken sind nicht cool und auch nicht harmlos. Es ist auch keine Entschuldigung, dass es andere auch machen. Im Gegenteil, es gehört Mut und Selbstvertrauen dazu, nicht mitzumachen und auch erwachsene Vertrauenspersonen zu informieren, wenn du von Opfern und von Cybermobbing-Vorfällen weisst.
4. Mitwisser nicht Maul halten!
Auch wenn du "nur" von solchen Angriffen weisst, selber aber nicht mitmachst, solltest du etwas tun. Cybermobbing lebt oft von so genannten stillschweigenden Mitwissern. Versetze dich in die Rolle des Opfers, das sich nicht wehren kann und (vermeintlich) anonymen Angriffen ausgeliefert ist. Würdest du nicht auch wollen, dass jemand für dich einspringt und dir hilft? Suche das Gespräch mit deinen Kollegen und Kolleginnen, von denen du weisst, dass sie andere mobben und informiere deine Eltern oder die Lehrer und Lehrerinnen, wenn du sie nicht überzeugen kannst, dass Mobben nur feige und gemein ist. Das hat nichts mit Verrat zu tun, sondern mit Mut und Zivilcourage!

Spot von watchyourweb.de

  
  

Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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