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Was kann ich tun?

Einführung in das Thema Zivilcourage | Der Film «Rote Karte» zum Thema Zivilcourage | Gute Karten, schlechte Karten |
Keine Angst vor Zivilcourage! | Was kann ich tun? | Die Rolle der SKP | Informationen Adressen

Die gute Nachricht: Zivilcourage kann man lernen! Zivilcourage ist keine angeborene Eigenschaft, sondern ein situatives Verhalten, das eingeübt werden kann! (Siehe Zivilcourage trainieren)
Wichtige Voraussetzungen dafür sind einerseits das stabile Wertegerüst, dessen Verteidigung als essentielle Aufgabe angesehen wird, und andererseits das Bewusstsein für die möglichen sozial-psychologischen Probleme in einer konkreten Bedrohungssituation. Anders formuliert: Wenn Sie plötzlich bemerken, dass jemand in Ihrer Nähe körperlich attackiert oder unfair behandelt wird, und Ihnen diese Situation gleichzeitig irgendwie Angst macht, dann handelt es sich vermutlich um eine Situation, die Ihre Zivilcourage erfordert
Wenn Sie diese beiden Voraussetzungen mitbringen, wenn Sie also sicher sind, dass Sie eingreifen wollen, und auch schon wissen, welche speziellen Hürden Sie dabei überwinden müssen, dann sollten Sie die folgenden sechs «Regeln für den Ernstfall» beachten:

Handeln Sie gefahrlos!

Gemeint ist hier die Gefahr für Leib und Leben: Niemand möchte, dass Sie ein zweites Opfer werden, wenn Sie dem ersten Opfer helfen wollen. Eine Gefahr hingegen, bei der Sie nicht körperlich bedroht sind, also z. B. die Gefahr, sich zu blamieren, falls später irgendwo eine «versteckte Kamera» auftauchen könnte, sollten Sie eingehen! (Und wenn dann wirklich eine versteckte Kamera auftaucht, haben Sie immer noch die Möglichkeit, eine Ausstrahlung zu verhindern, wie Sie in unserer Broschüre «Das eigene Bild – Alles, was Recht ist» nachlesen können!)

Fordern Sie andere zur Mithilfe auf!

Sprechen Sie sofort Mitmenschen an, fragen Sie sie nach ihrer Einschätzung der Situation. So begegnen Sie nicht nur wirksam den beiden Psycho-Fallen «Verantwortungsdiffusion» und «pluralistische Ignoranz», sondern finden womöglich schnell andere Menschen, die ebenfalls bereit sind, Zivilcourage zu zeigen. 

Beobachten Sie genau!

Worum geht’s? Wer hat was gesagt, wer hat zuerst zugeschlagen? Um Täter zur Rechenschaft ziehen zu können, ist es wichtig, dass man sie später eindeutig identifizieren und den Tathergang rekonstruieren kann. Für eine Zeugenaussage ist Ihre genaue Beobachtung also von grosser Bedeutung.

Holen Sie Hilfe!

Wenn eine Situation zu eskalieren droht oder die Prügelei bereits in vollem Gange ist, rufen Sie bitte sofort die Polizei: Tel. 117! Das gilt auch für häusliche Gewalt: Ignorieren Sie nicht die Schlaggeräusche, die Schmerzensschreie und das Weinen aus der Nachbarwohnung, nur weil am nächsten Tag alle wieder freundlich grüssen! Aus Sicht der Opfer ist es bestimmt besser, einmal zu früh die Polizei gerufen zu haben, als einmal zu spät.

Versorgen Sie die Opfer!

Wenn Sie bei einer Gewalttat nicht eingreifen können, gehen Sie trotzdem nicht weg! Lassen Sie das Opfer nicht im Stich, sondern warten Sie in der Nähe, um ihm zu helfen, sobald die Täter verschwunden sind. Mit einem Erste-Hilfe-Kurs sind  Sie für solche Fälle sowie für Unfälle in anderen Lebensbereichen gut gerüstet.

Machen Sie eine Zeugenaussage!

Bitte stellen Sie sich als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung, wenn die Polizei am Tatort eingetroffen ist. Vielleicht haben Sie ein entscheidendes Detail beobachtet, das zu den Tätern führt. Das Opfer wird es Ihnen danken, denn die beste Opfertherapie ist immer noch die Bestrafung der Täter.

Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015


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