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Der Film «Rote Karte» zum Thema Zivilcourage

Einführung in das Thema Zivilcourage | Der Film «Rote Karte» zum Thema Zivilcourage | Gute Karten, schlechte Karten |
Keine Angst vor Zivilcourage! | Was kann ich tun? | Die Rolle der SKP | Informationen Adressen

Falls Sie den Film «Rote Karte» nocht nicht gesehen haben, hier eine Zusammenfassung des Filminhalts:

Ein junger Mann sitzt allein am Tisch in einem Landgasthof und freut sich auf das Glas Bier, das er bestellt hat. Ausser ihm sind auch noch ein paar andere Gäste im Saal. Die Wirtin bringt’s, und er hebt das Glas an die Lippen. Doch gerade als er trinken will, ertönt hinter ihm plötzlich schallendes Gelächter aus derben Männerkehlen, er erschrickt und prustet, jetzt hat er Bierschaum an der Nase. Kein Grund zur Aufregung, denkt er, wischt sich den Schaum ab und hebt das Glas zum zweiten Male an. Doch wieder wird er durch lautes Gejohle erschreckt, hinter ihm scheint man sich kräftig zu amüsieren. Er dreht sich also um und sieht die Herrenrunde des Dorfes an ihrem Stammtisch, den Rocker, den Bauern, den Abwart und den Lehrer, offenbar bei einem Kartenspiel. Ach so, denkt der junge Mann, sie sind ganz in ihr Spiel vertieft und merken gar nicht, dass sie andere damit stören. Seien wir nachsichtig!

So macht er den dritten Versuch zu trinken, es ist zwischendurch auch kurz ruhiger geworden im Saal, er lauscht noch einmal nach hinten und nimmt jetzt endlich seinen ersten Schluck. Rumms! Da knallt schon wieder eine Karte auf den Tisch, und wieder können sich die Männer nicht halten vor Lachen. Der Jüngling verschluckt sich ein drittes Mal, er prustet ins Glas, hat erneut Bierschaum im Gesicht. Jetzt reicht’s!, denkt er, erhebt sich und geht zum Stammtisch hinüber, um sich höflich zu beschweren.

Als er am Tisch ankommt, beginnt gerade eine neue Kartenrunde. Niemand beachtet den jungen Mann zunächst, und auch er hat vergessen, was er sagen wollte. Denn was er hier sieht, macht ihn sprachlos: Der Rocker, ein grober Kerl mit Schnauzbart und Halskette, legt gerade eine schwarze Karte auf den Tisch…

Auf ihr steht das Wort «Pöbelei». Alle müssen lachen, der Rocker grinst in die Runde, der Lehrer freut sich besonders. Genau, denkt der junge Mann, darum geht es ja gerade!, doch schon spielt der Bauer eine andere schwarze Karte: «Mobbing». Yes! Der kalte Stumpen, den er im Mundwinkel hat, hüpft vor Freude, der Rocker nickt ihm anerkennend zu, und da kommt auch schon der Abwart mit einer weiteren schlechten Karte heraus: «Vandalismus». Bravo! Die Herren schaukeln sich hoch mit ihren Tiefschlägen, sie übertrumpfen sich gegenseitig mit bösen Wörtern!

Welche Karte spielt jetzt wohl der Lehrer? Oha! «Sexuelle Belästigung»! Das hat gesessen, das freut alle, der Lehrer streichelt stolz seine Krawatte, wer bietet mehr? Der Rocker hat offenbar schon wieder eine Idee, was er noch drauflegen will auf diesen wachsenden Haufen mit den schlechten, schwarzen Karten. Er zieht, holt aus – doch da greift ihm der junge Mann in den Arm, hält ihn fest, das Spiel wird jäh gestoppt. Der junge Mann ist über sein Eingreifen selbst am meisten erstaunt, doch er hat gar nicht weiter überlegt. Und plötzlich ist man auf ihn aufmerksam geworden, alle Blicke sind auf ihn gerichtet, die Herren sind gespannt auf seine Erklärung. Und offensichtlich bereit, diese nicht zu akzeptieren.

Der junge Mann ist jetzt im Spiel. Er hat sich eingemischt. Nur hat er keine schwarzen, schlechten Karten bei sich, sondern ein paar rote, gute... Er lässt den Arm des Rockers wieder los und zieht seine erste rote Karte aus der Hosentasche. Sie heisst: «Respekt». Da fällt dem Bauern vor Schreck der kalte Stumpen aus dem Mund, der Abwart schaut ungläubig drein, wischt sich den Schweiss, der Lehrer rückt nervös seine Krawatte zurecht. Was soll  das, was passiert hier? Nur der Rocker behält die Ruhe, er akzeptiert die Kampfansage des jungen Mannes, denn er hat bereits einen weiteren Trumpf in der Hand, und zack, er spielt: «Rassismus». Kaum zu schlagen! Schon freut man sich wieder, das Gejohle hebt an – und erstirbt sogleich, denn da liegt erneut eine rote Karte zuoberst: «Toleranz». Der junge Mann ist angespannt, er fühlt sich nicht wohl, er würde am liebsten weglaufen, doch er hat nicht gezögert, er konnte nicht anders handeln, er musste auch diese Karte spielen. Das darf doch nicht wahr sein, denken die Herren am Stammtisch, wann hat er wohl endlich genug? Nur der Rocker grinst und freut sich: Jetzt wirst du verlieren, mein Freund, denn diesen einen hab ich noch – den grössten Trumpf von allen,  die schlechteste aller schlechten Karten! Und da liegt sie auch schon: «Brutale Gewalt».

Am Stammtisch ist kein Halten mehr. Das war’s ja nun wohl, gegen brutale Gewalt kommt keiner an, der Rocker hat gewonnen, der Rocker hat den höchsten Trumpf, das Spiel ist aus! Oder etwa doch nicht? Der junge Mann wendet sich enttäuscht vom Stammtisch ab. Er sieht erschöpft aus, er muss sich wohl geschlagen geben. Die Männer lachen hinter ihm her, zeigen mit dem Finger auf ihn, sind voller Spott und Häme. Das Schlechte hat mal wieder über das Gute gesiegt, damit muss man sich abfinden, er hat’s ja immerhin versucht.

Aber halt! Irgendetwas scheint dem jungen Mann jetzt einzufallen, sein Blick geht nach innen (oder in weite Ferne?), er strafft sich wieder, er sammelt neue Kräfte, er ballt die Faust. Das Spiel ist doch noch nicht vorbei! Und dann ist sie plötzlich da, wie aus dem Nichts: eine Riesenkarte, seine höchste rote Trumpfkarte, mit der er alle schwarzen Karten einfach vom Tisch bläst – und die bösen Buben gleich mit dazu von ihren Stühlen! Sie heisst: «Zivilcourage». Jetzt erst ist das Spiel beendet, puh, das war ganz schön hart!

Wirklich tapfer, unser Junge! Und die Zigarette, die er nun hervorholt, hat er sich auch wahrlich verdient. Sollte man denken. Doch kaum hat er sie angezündet, erscheint die Wirtin im Hintergrund, sieht das Chaos, stemmt empört die Hände in die Hüfte und schreit ihn an: «Raus! Hier ist Rauchverbot!» Ende.

Was will uns diese Geschichte sagen? Sie erfahren mehr im Kapitel «Gute Karten, schlechte Karten»  

Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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