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Tipps für Stalking-Opfer

Da die Täter/innen willkürlich in die Privatsphäre der Opfer eindringen, fühlen sich diese oft machtlos und wie gelähmt. Auch wenn jeder Fall individuell betrachtet werden muss, gibt es dennoch einige sinnvolle Massnahmen, welche Stalkingbetroffene anwenden können. Die Massnahmen sind mehrheitlich defensiver Natur, das bedeutet, der Stalker bzw. die Stalkerin merkt nicht, dass Massnahmen gegen ihn oder sie ergriffen werden. Diese Vorgehensweise wird empfohlen, da Stalker/innen oft unter einer verzerrten Wahrnehmung leiden und offensive Massnahmen sowie unüberlegte Aggressivität seitens der Opfer fehlinterpretiert werden könnten. Eine Intensivierung des Stalkingverhaltens oder die Eskalation der Situation, d.h. die Anwendung physischer Gewalt, könnten die Folgen sein.

Die hier benannten Massnahmen basieren teilweise auf Empfehlungen verschiedener Polizeikorps sowie dem Bericht des Forscherteams Bettermann, Nauck und Freudenberg.

Was Sie tun können:

Brechen Sie den Kontakt radikal ab und bleiben Sie konsequent!
Dem Stalker bzw. der Stalkerin muss frühzeitig und unmissverständlich klar gemacht werden, dass in Zukunft keinerlei Kontakt erwünscht sei. Diese Haltung muss konsequent durchgezogen werden. Jede Reaktion kann beim Stalker bzw. der bei der Stalkerin Fehlinterpretationen hervorrufen und ihn/sie in seinem/ihrem Vorgehen bestärken.

Folgende Punkte gilt es insbesondere zu beachten:

  • Einmaliger Kontaktabbruch.
  • Konsequentes Vermeiden jeglichen Kontakts mit dem Stalker/der Stalkerin.
  • Ignorieren jeglicher Kontaktangebote.
  • Verweigern von Waren, die nicht bestellt wurden.
  • Massnahmen bei Telefonterror: Nummer wechseln und um eine Geheimnummer ersuchen, Fangschaltung beantragen. Falls die Telefonnummer gewechselt wird, sollte die alte Nummer jedoch in Betrieb bleiben, da so Anrufe, MMS oder SMS als allfällige Beweismittel gesichert werden können und der Stalker bzw. die Stalkerin sich so nicht auf die Suche nach den neuen Koordinaten macht. Dasselbe Prinzip gilt für E.Mail-Terror oder Belästigungen über Soziale Netzwerke.
  • Noch zu regelnde Formalitäten, wie Scheidung oder Gütertrennung, werden nur über Drittpersonen abgewickelt.

Informieren Sie Ihr Umfeld!
Familie, Arbeitskolleginnen und -kollegen, Nachbarinnen und Nachbarn zu informieren, bietet Schutz und verhindert, dass Stalker/innen über Drittpersonen an Informationen gelangen. Ausserdem kann ein offensiver Umgang mit der Problematik Fehlschlüssen und Missverständnissen vorbeugen. Oft kann die soziale Unterstützung durch vertraute Personen das Gefühl der Hilflosigkeit etwas mildern."
Dokumentieren Sie alle Vorkommnisse!
Durch eine Dokumentation kann der Stalking-Verlauf rekonstruiert werden. Folgende Schritte sind sinnvoll:

  • Stalkingtagebuch: in einem Tagebuch alle Kontaktaufnahmen, Nachstellungen etc. dokumentieren (Tag, Uhrzeit, Vorkommnis).
  • Namen von Zeugen in das Tagebuch aufnehmen.
  • SMS, MMS E-Mails, Einträge auf Sozialen Netzwerken (auch auf nicht mehr benutzten Telefonen, E-Mail-Konten oder Profilen), Briefe aufbewahren.
  • Anrufe auf dem Anrufbeantworter speichern.
  • Geschenke fotografisch festhalten, aber nicht annehmen, und
  • auch das Umfeld sollte jeglichen Kontakt mit dem Stalker/der Stalkerin dokumentieren.


Suchen Sie sich Hilfe!
Da Stalking kein Massenphänomen ist, gibt es nur wenig spezialisierte Anlaufstellen für die Betroffenen und ihr Umfeld. Betroffene können sich aber an die Opferberatungsstellen im entsprechenden Kanton wenden. Diese sind zwar nicht auf Stalking spezialisiert, haben jedoch zumeist Erfahrung mit Stalkingfällen.

Auch die Polizei ist ein erster Ansprechpartner. Gemeinsam kann besprochen werden, welche Massnahmen zu treffen sind. Ein schnelles und konsequentes Einschreiten der Polizei gegen den Stalker oder die Stalkerin zeigt in vielen Fällen Wirkung. Ausserdem kann gemeinsam erwogen werden, ob die Erstattung einer Anzeige sinnvoll und möglich ist, denn nicht in jedem Fall muss der Stalker bzw. die Stalkerin mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, da Stalkinghandlungen gesondert betrachtet nicht immer die Schwelle zur Illegalität überschreiten.


Grenzen Sie sich ab!
Im Sinne der Psychohygiene ist es wichtig, dass sich Stalkingopfer von den Belästigungen und Nachstellungen so gut als möglich abgrenzen. So ist es beispielsweise wichtig, dass SMS oder E-Mails nicht gelesen werden. Damit dies überhaupt machbar ist, ist ein Wechsel der E-Mail-Konten oder der Telefonnummer unumgänglich. Zur Einschätzung der Gefahr, die von einem Stalker oder einer Stalkerin ausgeht, sollen Fachleute der Polizei die betreffenden Nachrichten lesen.

Herunterladen der Broschüre «Stalking: Grenzen setzen!»

Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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FAQ zum Thema «Jugendgewalt».

Wie gross ist der Anteil der Intensivtäter am Gesamtteil der Jugendkriminalität?
Hat die Gewaltbereitschaft zugenommen?
Hat die Gewalt unter Jugendlichen in den vergangenen 10 Jahren zugenommen?
Was ist unter Hell- und Dunkelfeld (der Kriminalität) zu verstehen?
Kann man in den nächsten Jahren mit einer Vereinheitlichung der Erfassungssysteme rechnen?
Warum nutzen Justiz und Polizei unterschiedliche Systeme der Erfassung?
Auf Grund von welchem Präventionsverständnis wird dieser Massnahmenplan realisiert?
Welche Themen werden im Massnahmenplan berücksichtigt? Die Gründe für Jugendgewalt sind ja sehr vielschichtig.
Sind Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter als Jugendliche mit einem Schweizer Hintergrund?
Wo liegt das Hauptgewicht bei den Präventionsmassnahmen der Polizeikorps?
Was versteht die SKP unter Jugendgewalt?
Wer ist für die Prävention der Jugendkriminalität eigentlich zuständig? Der Bund? Die Kantone? Die Gemeinden?
Wo liegt das Schwergewicht bei der Prävention von Jugendgewalt? Bei der Repression? Bei der Prävention?
Welche Rolle hat die Polizei bis anhin in Bezug auf Jugendgewalt wahrgenommen?
Welche Rolle hat die Polizei bei der Prävention von Jugendgewalt zu erfüllen?
Die Grundlagen für die polizeiliche Präventionsarbeit sind gesamtschweizerisch nicht einheitlich. Was unternimmt die SKP dagegen? Was kann sie überhaupt tun?
Auf Grund welcher Entscheidungen wird mit der Realisierung des Massnahmenplans begonnen?
Wer garantiert die fachliche Qualität der Arbeit?
Mit welchen nationalen Organisationen/Institution arbeitet die SKP zusammen?
Warum nimmt sich die SKP in diesem Jahr dem Thema Jugend und Gewalt an? Das Phänomen ist doch nicht neu.
Wird der Massnahmenplan in Absprache mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps realisiert?

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