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Fallbeispiele zu Stalking

Stalking ist sehr vielschichtig und kann sich in unterschiedlichster Art und Weise manifestieren. Um die Vielseitigkeit besser zu illustrieren, werden mit den folgenden Beispielen zwei Situationen aufgezeigt, wobei in beiden Fällen die Lebensqualität der Opfer durch den Stalker stark eingeschränkt wird. Das erste Beispiel ist typisch für Stalking, da der Täter ein ehemaliger Intimpartner ist. Das zweite Fallbeispiel beschreibt die Handlungen eines stalkenden Arbeitnehmers, der 2003 wegen Nötigung verurteilt wurde.

Stalking durch den ehemaligen Intimpartner

Nach 15 Jahren Ehe trennt sich die 35-jährige Verkäuferin von ihrem Ehemann, da sie sich durch die Beziehung zunehmend eingeengt fühlt. Seit einigen Jahren wurde die Eifersucht des Ehegatten immer schlimmer und er versuchte seine Frau via Handy, E-Mails und persönlichem Aufsuchen zu kontrollieren. Als sie ihm ihre Entscheidung, ihn zu verlassen mitteilt, will dieser den Entschluss nicht akzeptieren und versucht seine Ex-Partnerin mit allen möglichen Mitteln zurückzugewinnen. Zuerst überhäuft er sie mit «Liebesbezeugungen», schreibt Briefe, legt Blumen und andere Geschenke vor die Wohnungstüre. Mehrere SMS und E-Mails am Tag sollen ihr zeigen, wie viel sie ihm bedeutet. Trotz getrennter Wohnung und unmissverständlichen Bekundungen ihrerseits, sucht er immer wieder den persönlichen Kontakt. Das Auflauern nimmt an Intensität zu und bald fühlt sich die Frau unwohl, sobald sie ihre Wohnung verlässt. Erneut spricht sie den Ex-Partner auf sein unerwünschtes Verhalten an und bittet ihn eindringlich, das Ende der Beziehung zu akzeptieren. Motiviert durch die Aufmerksamkeit seiner ehemaligen Partnerin und wegen der verzerrten Wahrnehmung der Realität überzeugt, sie zeige erneut ein gewisses Interesse an ihm, überhäuft er die Frau mit Geschenken. Als auch diese Gesten erfolglos zurückgewiesen werden, ändert er die Strategie. Er lauert ihr auf, wenn sie nachts nach Hause kommt, wirft Kieselsteine an die Fensterläden, klingelt sie stündlich aus dem Schlaf, zersticht die Veloreifen, legt verfaulte Essensreste in ihren Briefkasten und beschimpft sie in SMS und E-Mails. Es folgen Verleumdungen im Freundeskreis und bei Arbeitskolleginnen und -kollegen. Die Frau leidet zunehmend unter der Situation und kapselt sich Stück für Stück von ihrem sozialen Umfeld ab.

Sehen Sie sich die Geschichte im Kurzfilm der Polizei-Beratung aus Detuschland an:

Stalking durch den ehemaligen Arbeitnehmer

X. (geb. 1956) war bis zum 31. Dezember 1993 beim C. Institut im Kanton Aargau angestellt. Nach einem tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter des Instituts wurde ihm am 2. Februar 1994 der Zutritt zum gesamten Gelände des Instituts verboten. Im Zeitraum zwischen Februar 1999 und April 2000 begab er sich regelmässig auf den Parkplatz des Instituts, wo er stundenlang auf A., den Direktor des Instituts, und auf B., Stabschef beim Institut, wartete, um mit ihnen über eine Wiederanstellung zu diskutieren. Beiden Männern fuhr er mehrmals mit dem Auto hinterher. Am 23. April 1999 teilte er auf dem Parkplatz des Instituts B. mit, er werde mit ihm sprechen müssen, sei es im Spital, auf dem Polizeiposten, vor Gericht oder sonst wo. Im Laufe eines Telefongesprächs vom 27. April 1999 mit Prof. D. sagte X., er werde eine Pistole nehmen und Leute erschiessen, wenn er Krebs habe. Prof. D. gab diese Information an A. weiter, den er als Exponenten des Instituts für bedroht hielt. Diesen erschreckte die Drohung zutiefst.

Herunterladen der Broschüre «Stalking: Grenzen setzen!»

Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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FAQ zum Thema «Jugendgewalt».

Wie gross ist der Anteil der Intensivtäter am Gesamtteil der Jugendkriminalität?
Hat die Gewaltbereitschaft zugenommen?
Hat die Gewalt unter Jugendlichen in den vergangenen 10 Jahren zugenommen?
Was ist unter Hell- und Dunkelfeld (der Kriminalität) zu verstehen?
Kann man in den nächsten Jahren mit einer Vereinheitlichung der Erfassungssysteme rechnen?
Warum nutzen Justiz und Polizei unterschiedliche Systeme der Erfassung?
Auf Grund von welchem Präventionsverständnis wird dieser Massnahmenplan realisiert?
Welche Themen werden im Massnahmenplan berücksichtigt? Die Gründe für Jugendgewalt sind ja sehr vielschichtig.
Sind Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter als Jugendliche mit einem Schweizer Hintergrund?
Wo liegt das Hauptgewicht bei den Präventionsmassnahmen der Polizeikorps?
Was versteht die SKP unter Jugendgewalt?
Wer ist für die Prävention der Jugendkriminalität eigentlich zuständig? Der Bund? Die Kantone? Die Gemeinden?
Wo liegt das Schwergewicht bei der Prävention von Jugendgewalt? Bei der Repression? Bei der Prävention?
Welche Rolle hat die Polizei bis anhin in Bezug auf Jugendgewalt wahrgenommen?
Welche Rolle hat die Polizei bei der Prävention von Jugendgewalt zu erfüllen?
Die Grundlagen für die polizeiliche Präventionsarbeit sind gesamtschweizerisch nicht einheitlich. Was unternimmt die SKP dagegen? Was kann sie überhaupt tun?
Auf Grund welcher Entscheidungen wird mit der Realisierung des Massnahmenplans begonnen?
Wer garantiert die fachliche Qualität der Arbeit?
Mit welchen nationalen Organisationen/Institution arbeitet die SKP zusammen?
Warum nimmt sich die SKP in diesem Jahr dem Thema Jugend und Gewalt an? Das Phänomen ist doch nicht neu.
Wird der Massnahmenplan in Absprache mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps realisiert?

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