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Prävention

Im Jahr 2016 startet die Kooperationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel (KSMM) voraussichtlich eine nationale Kampagne zum Thema Menschenhandel in der Schweiz. Ein wichtiger Punkt der Kampagne wird die Sensibilisierung und Information der Bevölkerung sein, wobei auch Präventionstipps ausgearbeitet werden. Obwohl sich dieses Projekt noch in der Startphase befindet, werden auf der SKP-Website einige Beispiele an möglichen Präventionsvorschlägen aufgezeigt. Es wird nicht angestrebt, vollumfänglich zu informieren und der Kampagne vorzugreifen. Es soll lediglich unser Bewusstsein sensibilisieren, wie häufig und einfach man in Kontakt mit Opfern von Menschenhandel treten kann und wie schnell man Menschenhändler ungewollt unterstützt. Indem jede und jeder sich informiert und das Thema zur Sprache bringt, tragen wir alle zur Bekämpfung des Menschenhandels bei. Jede und jeder soll sich bewusst werden, dass Menschenhandel nicht nur ein Problem aus fernen Ländern ist, sondern auch in der Schweiz tägliche Realität vieler Menschen ist.

Handel zwecks sexueller Ausbeutung

Es ist schwierig für den einzelnen Bürger etwas gegen den Menschenhandel im Erotikgewerbe zu bewirken. Ein erster Schritt wäre, dass man sich informiert und sich der Existenz des Phänomens, auch in der Schweiz, bewusst wird. Interesse für das Phänomen Menschenhandel zum Ausdruck zu bringen, bedeutet auch Druck auf die Politik auszuüben. Dies ist in den letzten zwei Jahrzehnten in der Schweiz geschehen und man kann durchaus zahlreiche Bemühungen des Staates zur Bekämpfung des Menschenhandels feststellen.

Im Übrigen kann jeder Bürger und jede Bürgerin die an Reisen zwecks Erweiterung der sexuellen Erfahrungen interessiert sind, sich über den Ruf seiner Reiseagentur informieren. Ebenso kann er sein Zielgebiet bewusst auswählen, indem er sich über die Umstände in denen die Arbeiter/innen des Erotikgewerbes ihre Dienstleistungen anbieten informiert. Im Übrigen kann in der Schweiz jeder verantwortungsbewusste Reisende Verdachtsfälle von Kindersextourismus unter www.stopchildsextourism.ch melden.

Auch in der Schweiz kann ein Kunde des sexuellen Gewerbes Zivilcourage zeigen. Zwangsprostitution kann nicht ohne weiteres identifiziert werden. Es gibt jedoch Anzeichen, die darauf hinweisen. Erwähnt die im Erotikmilieu arbeitende Person, dass ihr die Identifikationsdokumente weggenommen wurden, sie jegliche sexuelle Praktiken akzeptieren muss, sie vergewaltigt wird, sie ihre Dienste nur durch Zwang anbietet oder sie unter exzessiver Beobachtung steht, können dies Anzeichen sein, die auf Menschenhandel hinweisen. Verhärtet sich der Verdacht durch das Kumulieren vieler solcher Anhaltspunkte, kann der Kunde ein Wegbereiter zur Opferhilfe sein, in dem er dem potentiellen Opfer den Kontakt zu einer Beratungsstelle erleichtert oder die Beratungsstelle auf die Umstände aufmerksam macht. Dies sollte jedoch nicht ohne das Wissen der Betroffenen geschehen, da es unvorhergesehene Folgen für die Person haben kann.

Handel zwecks Ausbeutung der Arbeitskraft

Die Zwangsarbeit und die Gier der Arbeitgeber sind eng verknüpft. Durch tiefe Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen können Produkte billig auf den Markt gebracht werden und sorgen für hohe Renditen. Jeder Konsument kann somit, ohne es zu wollen, den Menschenhandel unterstützen. Bei vielen unserer Alltagsprodukte, ist es schwer herauszufinden unter welchen Umständen das Produkt hergestellt wurde, oder wie man die Rohmaterialien präpariert hat. Dennoch gibt es einige Produkte, wie beispielsweise Schokolade oder Kaffee die als Fair-Trade-Ware erkennbar sind. Beim Kauf dieser Produkte ist es wahrscheinlicher, dass die Arbeiter angemessen Löhne erhalten und unter guten Bedingungen arbeiten. Auch im Textilgeschäft oder in der IT-Branche sind einige Marken bekannt dafür, Kinder einzustellen oder schlechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Ein bewusster Konsument kann versuchen, solche Produkte zu meiden und somit dazu beitragen, die Herstellerfirmen unter Druck zu setzen, ihre Arbeitsbedingungen anzupassen.

Da die Schweiz kein interessantes Land für das Anfertigen von Billigware ist, geschieht diese Art der Zwangsarbeit überwiegend im Ausland. In der Schweiz stammen die meisten Fälle, die bei den Medien und der Justiz angezeigt werden, aus dem Bereich der Hausarbeit. Betroffen sind insbesondere Hausangestellte, die für diplomatisches Personal und Angestellte internationaler Organisationen arbeiten. Genf als internationale Stadt und Bern als Sitz zahlreicher Botschaften und diplomatischer Vertretungen, können besonders von dieser Situation betroffen sein. Auch in der Hotellerie und Restauration, Landwirtschaft und Weinbau wurden Flüchtlinge entdeckt, die als Arbeiter ausgebeutet und bei Aufbegehren mit Repressalien bedroht wurden. Nicht jede Person, die schwarzarbeitet, ist automatisch ein Opfer von Menschenhändlern. Dennoch kann es nicht schaden, aufmerksam zu werden und das Gespräch mit den Betroffenen zu suchen, falls man auf auffallend schlechte Arbeitsbedingungen aufmerksam wird.

Kinderhandel

Kinderhandel zwecks sexueller Ausbeutung wird mittunter durch die Konsumation von Kinderpornographie im Internet unterstützt. Es ist wichtig, dass die Bevölkerung weiss, wie man sich korrekt verhält, falls man auf diese Art von Webseiten stösst. Die illegalen Dateien dürfen weder heruntergeladen noch gespeichert werden, damit der User sich nicht strafbar macht. Durch das Melden der dubiosen Seiten bei der Schweizerischen Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) unter www.kobik.ch -> Meldeformular, kann die Cyberpornographie mit Kindern effektiver bekämpft werden und der Handel mit Kindern wird weniger lukrativ.

Ausserdem stellt das Bundesamt für Polizei (fedpol) seit 2009 eine Steigerung der Zwangsbettlerei und Zwangsdiebstahl in den grösseren Städten fest. Beide genannten Kategorien fallen in den Definitionsbereich des Menschenhandels. Oft werden zu diesen Zwecken bewusst Minderjährige ausgesucht und in die Schweiz gebracht. An dieser Stelle wird nicht empfohlen, generell das Unterstützen von Bettlern zu unterlassen, um den Profit des Menschenhandels zu senken. Denn ob man diese Art von Hilfeleistung unterstützen will, ist jedem selbst überlassen. Es kann jedoch nicht schaden, bei wiederholten Auffälligkeiten, wie beispielsweise der Gewaltanwendung durch Drittpersonen an minderjährigen Bettlern, genauer hinzuschauen und falls notwendig die zuständigen Opferhilfestellen auf die Umstände aufmerksam zu machen.

Das Handeln mit Menschen zwecks Adoption (wie auch zwecks Heiratsvermittlung) entspricht streng genommen nicht der Definition von Menschenhandel gemäss der oben erläuterten internationalen Definition, da es sich nicht zwingend um kontinuierliches Ausüben durch Zwang handelt. Da es dem Phänomen des Menschenhandels sehr ähnlich ist, wird an dieser Stelle dennoch auf die Problematik aufmerksam gemacht. Der Wunsch nach Kindern ist normalerweise keine spontane Reaktion sondern ein Bedürfnis, welches sich über eine längere Periode entwickelte. Sich für eine Adoption zu entscheiden, ist zu meist ebenfalls ein bewusster Entscheid, der gründlich überdacht wurde. So sollte auch die Auswahl der Adoptionsvermittlungsstellen ein bewusster Entscheid sein, bei dem man sich Zeit lässt und Informationen aus unterschiedlichen Quellen einholt. Zudem gibt es in der Schweiz durch das Bundesamt für Justiz offiziell anerkannte Stellen, die adoptionswillige Eltern in vielfältiger Hinsicht beraten und unterstützen können.

Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

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Welche Rolle hat die Polizei bis anhin in Bezug auf Jugendgewalt wahrgenommen?
Welche Rolle hat die Polizei bei der Prävention von Jugendgewalt zu erfüllen?
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Warum nimmt sich die SKP in diesem Jahr dem Thema Jugend und Gewalt an? Das Phänomen ist doch nicht neu.
Wird der Massnahmenplan in Absprache mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps realisiert?

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