Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen), Zur Suche, Zur Sprachauswahl, Zu wichtigen Links, Zu zusätzlicher Information (Inhalt überspringen) Zur Hauptnavigation,

A A A

Fallbeispiele

Die folgenden kurzen Beispiele von zwei jungen Frauen die in die Schweiz kamen und Opfer von Menschenhändlern geworden sind, sollen das bisher gelesene verdeutlichen und konkretisieren. Die dargebotenen Beispiele sind Ausschnitte von Fallbeispielen der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ).

Handel zwecks sexueller Ausbeutung

Frau Silva ist alleinerziehende Mutter und arbeitet in ihrer Heimat Brasilien als Krankenpflegerin bei verschiedenen Arbeitgebern, als eine Nachbarin ihr eine Arbeitsstelle als Kindermädchen in der Schweiz anbietet. Frau Silva sagt zu und lässt ihren kleinen Sohn bei ihren Eltern. Bereits am Flughafen in Brasilien wird sie von einem Mann erwartet. In der Schweiz angekommen, nimmt er ihre Identitätspapiere an sich und bringt sie statt zu einer Familie in eine Rotlichtbar. Dort weist ihr der Betreiber ein Zimmer zu und eröffnet ihr, dass sie zur Bezahlung der Reiseschulden und des Zimmers Männer anwerben und sexuell bedienen müsse. Als sie sich weigert, wird sie eingeschüchtert und mit Repressalien gegen die Familie im Herkunftsland gedroht. Sie fügt sich, tut die Arbeit wider Willen und mit grossem Ekel.

Handel zwecks Ausbeutung der Arbeitskraft

Jelena ist 23-jährig und lebt in einem osteuropäischen Land. Von Beruf ist sie Kindergärtnerin, aber arbeitslos. Ein Bekannter bietet ihr eine Arbeit als Kinderfrau in einer schweizerisch-russischen Familie an. Jelena soll fünf Tage pro Woche arbeiten, würde einen Deutschkurs besuchen können und nebst Kost und Logis einen Lohn von monatlich 500 Franken erhalten. Die Reisekosten würden von den Arbeitgebern bezahlt. Jelena willigt ein und fliegt in die Schweiz.

Schon in der ersten Woche wird Jelena klar, dass der Arbeitsvertrag nicht mit der Realität übereinstimmt. Die persönlichen Dokumente werden ihr abgenommen, sie muss von sieben Uhr morgens bis Mitternacht arbeiten und ein neugeborenes Baby und drei grössere Kinder versorgen. Jelena muss täglich drei Mahlzeiten auf den Tisch bringen, für mehr als acht Personen die Wäsche waschen und das grosse Haus gründlich reinigen. Als Jelena das russisch-schweizerische Ehepaar bittet, in ihr Herkunftsland zurückkehren zu dürfen, reagieren sie wütend, schlagen ihr ins Gesicht und zwingen sie, einen Schuldschein von mehreren Tausend Franken zu unterschreiben. Auch drohen sie, dass jegliches Übertreten der Verbote – Jelena darf das Haus nicht ohne Begleitung verlassen, Telefonate nur im Beisein der Arbeitgeberin führen und muss ihre Briefe zur Kontrolle vorlegen – schwere Strafen zur Folge habe. Zudem sei Jelena auf Grund ihres illegalen Aufenthalts in der Schweiz rechtlos und müsse ins Gefängnis, wenn sie kontrolliert werde.

Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 21.08.2015

Newsblog

FAQ

FAQ zum Thema «Jugendgewalt».

Wie gross ist der Anteil der Intensivtäter am Gesamtteil der Jugendkriminalität?
Hat die Gewaltbereitschaft zugenommen?
Hat die Gewalt unter Jugendlichen in den vergangenen 10 Jahren zugenommen?
Was ist unter Hell- und Dunkelfeld (der Kriminalität) zu verstehen?
Kann man in den nächsten Jahren mit einer Vereinheitlichung der Erfassungssysteme rechnen?
Warum nutzen Justiz und Polizei unterschiedliche Systeme der Erfassung?
Auf Grund von welchem Präventionsverständnis wird dieser Massnahmenplan realisiert?
Welche Themen werden im Massnahmenplan berücksichtigt? Die Gründe für Jugendgewalt sind ja sehr vielschichtig.
Sind Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter als Jugendliche mit einem Schweizer Hintergrund?
Wo liegt das Hauptgewicht bei den Präventionsmassnahmen der Polizeikorps?
Was versteht die SKP unter Jugendgewalt?
Wer ist für die Prävention der Jugendkriminalität eigentlich zuständig? Der Bund? Die Kantone? Die Gemeinden?
Wo liegt das Schwergewicht bei der Prävention von Jugendgewalt? Bei der Repression? Bei der Prävention?
Welche Rolle hat die Polizei bis anhin in Bezug auf Jugendgewalt wahrgenommen?
Welche Rolle hat die Polizei bei der Prävention von Jugendgewalt zu erfüllen?
Die Grundlagen für die polizeiliche Präventionsarbeit sind gesamtschweizerisch nicht einheitlich. Was unternimmt die SKP dagegen? Was kann sie überhaupt tun?
Auf Grund welcher Entscheidungen wird mit der Realisierung des Massnahmenplans begonnen?
Wer garantiert die fachliche Qualität der Arbeit?
Mit welchen nationalen Organisationen/Institution arbeitet die SKP zusammen?
Warum nimmt sich die SKP in diesem Jahr dem Thema Jugend und Gewalt an? Das Phänomen ist doch nicht neu.
Wird der Massnahmenplan in Absprache mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps realisiert?

Downloads

Adressen



Abonnieren

Twitter

Facebook

Top Adressen

Top 10 häufig gestellte Fragen

Top 10 Downloads



Thumbnail Screenshots by Thumbshots