Problembereiche im Internet

«Es war einmal … das Internet»

5 moderne Märchen über 5 moderne Problembereiche im Internet

Mit den nachfolgenden zeitgemäss adaptierten Märchen möchte die SKP Eltern eine Möglichkeit bieten, Ihre unter 12-jährigen Kinder für die Problembereiche des Internets zu sensibilisieren, zu warnen und eine aktive Handlungshilfe bieten. Kinder müssen für Ihre Aktivitäten im Internet genauso von Eltern vorbereitet und begleitet werden, wie Sie für den Strassenverkehr vorbereitet werden. In der täglichen Arbeit der SKP haben sich die Themen: Internet-Sucht; Fake-Profile, Pädokriminalität, Pornografie; Cybermobbing; Online-Shopping, Abo-Fallen; Datenschutz und Identitätsdiebstahl als die wichtigsten herausgestellt. Diese haben wir Ihnen in der Broschüre «Es war einmal … das Internet» jeweils mit Märchen und der entsprechenden Moral zusammengestellt.


Icon zu Internet-Sucht: Hänsel und Gretel im Internet-Café

Internet-Sucht

Hänsel und Gretel im Internet-Café

Icon zu Online-Shopping, Abo-Falle: Die verschenkte Prinzessin

Online-Shopping | Abo-Falle

Die verschenkte Prinzessin

Icon zu Fake-Profile, Pädokriminalität und Pornografie: Der böse Wolf im Geisslein- Chat

Fake-Profile | Pädokriminalität | Pornografie

Der böse Wolf im Geisslein- Chat

Icon zu Datenschutz und Identitätsdiebstahl: Ali Gaga und die 40 Passwörter

Datenschutz | Identitätsdiebstahl

Ali Gaga und die 40 Passwörter

Icon zu Cybermobbing: Der junge Schwan und die (wirklich) hässlichen Entlein

Cybermobbing

Der junge Schwan und die (wirklich) hässlichen Entlein

PROBLEMBEREICH INTERNET-SUCHT

Hänsel und Gretel im Internet-Café

«Und die Moral von der Geschicht’?» Das Internet ist wie ein Wald, in dem man sich hoffnungslos verlaufen kann. Und das hexengeführte Internet-Café steht für die Lieblings-Websites Ihres Kindes, mit denen es viele Stunden am Tag beschäftigt ist. Das Internet hat erhebliches Suchtpotenzial; die Gefahr, alles andere drumherum zu vergessen, ist gross. Doch das Internet gehört in unsere Zeit und unsere Welt; man kann es nicht gegen die «reale» Welt ausspielen, denn es ist ein Teil von ihr. Kinder vom Internet abschneiden zu wollen, hiesse, sie von ihrer eigenen Generation abschneiden zu wollen. Die Zeit im Netz muss nur richtig dosiert werden, damit man später keine Reue empfindet, wichtige andere Dinge versäumt zu haben, wie z.B. Schulbildung oder Familienleben. Essen und Trinken gehört ja auch zur realen Welt, doch wer ständig nur isst und trinkt, wird 400 Kilo schwer und stirbt. Also: Feste Zeiten für’s Internet, besser noch: feste Zeiten ohne Internet, z.B. kein Smartphone bei Tisch, kein ständiges Chatten beim Essen, sondern dann nur «analoge» Gespräche unter den tatsächlich Anwesenden, in vollständigen Sätzen und bitte nicht mit vollem Mund!

PROBLEMBEREICHE FAKE-PROFILE | PÄDOKRIMINALITÄT | PORNOGRAFIE

Der böse Wolf im Geisslein-Chat

«Und die Moral von der Geschicht’?» Im Internet treffen oft vollkommen entgegengesetzte Interessen aufeinander: berechtigte und unberechtigte, legitime und verwerfliche, ehrlich geäusserte und geschickt verschleierte, naive Interessen von Kindern und (pädo)kriminelle Interessen von Erwachsenen. Im Netz wird geheuchelt, geprahlt und gelogen, dass sich die Balken biegen. Doch im selben Netz öffnen unsere Kinder auch ihre Herzen, zeigen ihre Gefühle, benennen ihre Sehnsüchte, suchen Liebe, Freundschaft, Anerkennung – ganz offen und ehrlich, mit Namen und Adressen. Das kann ja nicht gutgehen … Deshalb muss für Kinder gelten: Beim Chat mit Unbekannten niemals auf irgendwelche sexuellen Forderungen eingehen, und ein erstes Treffen zur Identitätsprüfung des Unbekannten immer nur in Begleitung von Vertrauenspersonen und nur an öffentlichen Orten! Ausserdem: Nacktfotos von Kindern sind aus mehreren Gründen hochproblematisch, bitte lesen Sie dazu unsere Broschüren «Pornografie: Alles was Recht ist» und «Cybermobbing: Alles was Recht ist».

 PROBLEMBEREICH CYBERMOBBING

Der junge Schwan und die (wirklich) hässlichen Entlein

Der junge Schwan und die (wirklich) hässlichen Entlein (3:38 Minuten)

«Und die Moral von der Geschicht’?» Wenn Ihr Kind gemobbt wird, wäre es gut, wenn ein paar alte Schwäne (= verständnisvolle Eltern, Lehrpersonen und ggf. die Polizei) in der Nähe wären, um gemeinsam zu entscheiden, wie man helfen kann (siehe auch unsere Broschüre «Cybermobbing: Alles, was Recht ist»). Und wenn Ihr Kind sich wie eines der hässlichen Entlein benimmt, sollte ihm bewusst werden, dass es sich – als Mitläufer in einer Gruppe gegen eine Einzelperson – höchst unfair und auch sehr feige verhält. Will es denn wirklich mitverantwortlich sein für grosses seelisches Leid? Kann es sich denn überhaupt nicht in die Rolle eines Opfers hineinversetzen? Wer stark ist, tritt aus der feigen Tätermasse heraus und hilft dem Opfer. Was würde denn wohl Harry Potter tun? Was würde Pippi Langstrumpf tun? Oder Momo oder Frodo oder die kleine Hexe? Eines sicher nicht: einfach mitmobben!

PROBLEMBEREICHE ONLINE-SHOPPING | ABO-FALLE

Die verschenkte Prinzessin

«Und die Moral von der Geschicht’?» Im Internet gibt es nichts geschenkt. Jedes angebliche Gratis-Angebot und jede scheinbare Vergünstigung ist letztlich gekoppelt an Bedingungen (=Drachen töten), von denen meistens nur einer profitiert: der Anbieter (=der König). Viele Anbieter werben auf ihren Webseiten in unseriöser Weise mit hochwertigen Produkten, liefern dann aber minderwertige; und manchmal gibt es gegen Voraus- und Kreditkartentzahlung überhaupt keine Gegenleistung. Ihr Kind sollte deshalb grundsätzlich keine Einkäufe im Internet tätigen, schon gar nicht mit Ihrer Kreditkarte. Auch sollte es nirgendwo die Postadresse angeben und niemals der Aufforderung nachkommen, die AGBs (Allgemeinen Geschäftsbedingungen), also das «Kleingedruckte» zu akzeptieren. Denn auch wenn Ihr Kind theoretisch noch gar keine rechtsgültigen Verträge schliessen kann, ist es in der Praxis immer sehr kompliziert und mit viel Ärger verbunden, Verträge wieder aufzulösen und geflossenes Geld zurückzubekommen.

PROBLEMBEREICHE DATENSCHUTZ | IDENTITÄTSDIEBSTAHL

Ali Gaga und die 40 Passwörter

«Und die Moral von der Geschicht’?» Ein Passwort für einen Account im Internet sollte weder zu kompliziert noch zu simpel sein und darf auf keinen Fall verraten werden, auch nicht der besten Freundin oder dem besten Freund. Denn Freundschaften können zerbrechen, und wenn jemand dann in böser Absicht die Identität einer anderen Person im Netz und ihr intimes Detailwissen (=Beute) übernimmt, in ihrem Namen Mails verschickt, chattet, andere Leute beleidigt oder falsche Versprechungen macht, zu angeblichen Privatparties nach Hause einlädt, Einkäufe tätigt oder sogar illegale/pornografische Inhalte aufruft, ist der Schaden gross! Deshalb muss gelten: Passwörter um jeden Preis für sich behalten!

Broschüre «Es war einmal … das Internet»